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Adobe hört hin: Zweite Beta des Flash Player 10

10. Juli 2008 – 21:24 Uhr

Adobe, seit dem Kauf von Macromedia Hersteller des populären Flash-PlugIns, das der Motor vieler Multimedia-Inhalte im Internet ist, hat die zweite Vorschau auf den kommenden Flash Player der Version 10 veröffentlicht.

Bei den in die Vorab-Version eingearbeiteten Verbesserungen zeigt sich, dass sich Adobe der Wünsche und Vorschläge der Community aus Web-Entwicklern und -Benutzern angenommen hat:

Die Beta-Version enthält unter anderem eine verbesserte Sound-API, die für Flash-Entwickler einen erweiterten Umgang mit MP3-Dateien erlaubt, als es bisher möglich war: Die Audiodaten können nun als byteArray ausgelesen werden. Zusätzlich erlaubt die API über optional registrierbare Callbacks direkte Zugriffe auf den Soundpuffer. Die Callbacks werden ausgelöst, sobald der Soundpuffer droht, leerzulaufen. Weiter lassen sich nun Filter auf geladene Audiodaten legen.

Bereits aus der ersten Beta-Version bekannt sind Neuerungen wie interaktive 3D-Animationen und Verbesserungen bei der Videowiedergabe. Die 3D-Animationen werden dabei aus zweidimensionalen Vektor-Objekten errechnet und sollen sich komplett interaktiv verhalten. Sowohl die dreidimensionalen Animationen als auch die Videowiedergabe sollen nun, falls verfügbar, Hardwarebeschleunigung nutzen und so ressourcenschonender für den Hauptprozessor sein.

Für Linux-Benutzer relevant ist die neu hinzugekommene Unterstützung für Video4Linux v2 in der Kamera-API: Video4Linux v2 ist de facto die Standard-Webcam-Schnittstelle vieler Linux-Distributionen. Die Unterstützung dieser Schnittstelle erlaubt den Zugriff auf eine ganze Reihe moderner Webcams direkt aus dem Flash-Kontext heraus.

Ebenfalls neu sind die so genannten Pixel Blender: Diese Effekte und Filter sollen sich - ähnlich wie bei Photoshop - dynamisch auf Bilder und Grafiken anwenden lassen. Adobe verspricht, die Benutzung eines solchen Effekts soll nicht mehr als 1 Kilo-Byte Speicher belegen.

Zusätzlich hat sich die Geschwindigkeit des PlugIns deutlich verbessert - nicht selten wurde Flash bisher für sein mitunter schwerfälliges Lade- und Laufzeitverhalten gerügt.

Die bisher vorgestellten Neuerungen machen allesamt einen soliden Eindruck. Dank konsequenter Umsetzung sinnvoller Wünsche aus der Community wird Flash seinen ehemaligen Ruf als Technologie für nervtötende, wild blinkende Animationen und Intros, den es spätestens seit dem enormen Wachstum von YouTube und Co abgelegt hat, weiter hinter sich lassen und sich immer mehr als ernsthafte Technologiegrundlage für multimediale und informative Inhalte gleichermaßen behaupten können.

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