Starke Reibungsverluste zwischen IT- und Fachbereichen
22. Dezember 2008 – 08:23 UhrDeutsche Unternehmen verschwenden jährlich Milliarden. Dies ist Konflikten und Kommunikationsprobleme zwischen Fach- und IT-Bereichen geschuldet. Dies hat jetzt eine Studie des Beratungshauses „Corporate Quality“ zu Tage gebracht. Hier wurden Probleme untersucht, die zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen festzustellen sind. Kommunikationsprobleme erkennen dabei 80% der Befragten. Von häufigen Missverständnissen spricht die Hälfte. Unglaublich aber wahr: 44% gaben zu Protokoll, dass man nicht Hand in Hand arbeite, sondern ständig aneinander vorbei kommuniziere. Eine weitere Studie zum Thema am Beispiel der Versicherungswirtschaft haben die Marktforscher von „IDC“ aufgelegt. Auch hier kann man kein positives Fazit im Hinblick auf die Zusammenarbeit zwischen Fach- und IT-Abteilungen ziehen.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei vielen Versicherungen die IT-Abteilung nicht in die Planungsprozesse beziehungsweise in die Evaluierung der Fachbereiche eingebunden ist. Die relevanten Entscheidungen werden dabei meistens vom Fachbereich getroffen. Exekutive sei dann die IT, welche die Entscheidungen ausführen muss. Eine riesige Lücke gibt es auch zwischen eigener und fremder Wahrnehmung. Dabei möchten viele IT-Abteilungen gerne in die Rolle des Impulsgebers für die Optimierung der Geschäftsprozesse schlüpfen. Einige wähnen sich sogar bereits in dieser Rolle.
Wenigstens ist Reue bei den Unternehmen festzustellen. Schließlich erkennen alle, dass eine solche Situation für die Firma nicht von Vorteil sein kann. Bedarf hinsichtlich eines IT-Managements auf der Fachseite sehen immerhin 50% der befragten Fachleute. Außerdem wird auch zugegeben, dass die Fachseite bei den IT-Aufgaben mit von der Partie sein sollte. Ansonsten gebe es zu starke Reibungsverluste zwischen Fach- und IT-Bereichen.
Quelle: zdnet.de















