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Unterstützung für offenes Identitätsmanagement: MySpace schließt sich der OpenID Foundation an

2. August 2008 – 18:32 Uhr

OpenID, genauer: OpenID 2.0, ist ein von der OpenID Foundation erdachter und festgelegter Standard zur Identifizierung und Authentifizierung von Anwendern im Web. Er soll es den Benutzern ersparen, für jede Seite im Internet, die eine Registrierung erfordert, einen separaten Benutzernamen anlegen zu müssen. Dabei ist OpenID dezentral gestaltet – der Benutzer kann also frei wählen, bei welchem OpenID-Provider er sein Konto anlegt.

Der noch junge Standard, der Benutzern und Anbietern das Leben leichter macht, erfreut sich besonders in letzter Zeit wachsender Unterstützung. Neben AOL und Yahoo, die sogar die Entstehung aktiv mitgestaltet haben, wird er auch von Google, Microsoft und Sun unterstützt. Für die Blog- und CMS-Systeme Drupal, Movable Type und WordPress stehen jeweils PlugIns bereit und nach und nach bieten immer mehr Online-Angebote, wie z.B. soziale Netzwerke, einen Login über OpenID an.

Mit dem bekannten Social Network MySpace konnte die stetig wachsende OpenID Foundation nun einen neuen, prominenten Unterstützer gewinnen. Im ersten Schritt positioniert sich MySpace jedoch ausschließlich als OpenID Provider: Zwar können OpenID Benutzer bereits ihre MySpace URL als OpenID für den Login auf anderen Webseiten nutzen, der Login bei MySpace selbst jedoch unterstützt bisher noch keine externen OpenIDs – die Technologie wird also bislang nur einseitig unterstütz und noch nicht voll ausgenutzt. Es ist allerdings zu erwarten, dass die OpenID Unterstützung in Zukunft ausgebaut werden soll, was auch das Anmelden mit IDs, die bei anderen Providern als bei MySpace selbst angelegt wurden, erlauben könnte.

Die Verwendung von OpenID ist selbstverständlich nicht nur Mitgliedern der Foundation vorbehalten: Jeder Entwickler bzw. jeder Anbieter einer Online Community kann sich auf openid.net über den offenen Standard informieren und ihn in eigene Projekte integrieren. Das spart dem Anbieter die Entwicklungszeit für ein vollständiges, eigenes Login-System und befreit die Benutzer nach und nach von der Last, etliche Login/Passwort Kombinationen gleichzeitig zur Hand haben zu müssen.