AMD konzentriert sich aufs Kerngeschäft
11. Juni 2009 – 15:38 UhrIm Gegensatz zu seinem größten Konkurrenten Intel sieht der Chipkonzern Advanced Micro Devices (AMD) auch in Zukunft im Serverbereich viel versprechende Wachstumschancen. AMD-Europachef Alberto Bozzo sagte: „Bei Smartphones mischen wir definitiv nicht mit, denn unser Kerngeschäft sind die Server.“
Wesentlich enger als Intel definiert AMD das Thema Mobilität, das derzeit neben dem Servergeschäft das zweite Standbein ausmacht. AMD beschränkt sich weiter auf den Notebook-Markt, während Rivale Intel das Netbook-Segment mit seinen Atomprozessoren dominiert und in Zukunft auch Mobiltelefone mit Intel-Chips bestücken möchte. Bei eingebetteten Systemen, die beispielsweise in Industrierobotern oder Autos eingesetzt werden, sehen die beiden Wettbewerber außerdem Wachstumschancen.
Ein Kräftemessen mit Intel erwartet Bozzo in der neuen Sparte der ultradünnen Notebooks: „Die Chancen sind großartig, aber wir sind nicht betriebsblind.“ Vergangene Woche hatte Intel bekannt gegeben, dass man das Softwareunternehmen Wind River für 884 Millionen $ erworben hat. Dass sich der weltweit größte Chiphersteller unabhängiger vom Geschäft mit PC-Prozessoren machen möchte, dafür ist dieser Kauf ein Beleg. Zukäufe in dieser Größenordnung kann AMD aber nicht wagen.
Im Oktober 2008 hatte AMD der Öffentlichkeit erklärt, dass man die sehr konjunkturanfällige und teure Chipproduktion in ein Joint Venture mit dem Emirat Abu Dhabi auslagern werde. Dafür sicherten die betuchten Araber AMD eine dringend benötigte Kapitalspritze in Milliardenhöhe zu.
Keine Stellungnahme gab Bozzo zu Global Foundries ab (so wird das Gemeinschaftsunternehmen genannt). Jim Doran, Geschäftsführer des Joint Ventures, definierte Anfang März die kommenden Monate als Übergangszeit, in der man neue Käufer finden müsse. Denn neben AMD konnte Global Foundries keinen weiteren Kunden akquirieren.
Quelle: FTD















