Kourtis Internet Solutions
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Apple stellt iPad vor

29. Januar 2010 – 00:07 Uhr

Es war Punkt 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit als am Mittwochabend Steve Jobs in San Francisco auf die Bühne des „Yerba Buena Center for the Art Theater“ kletterte. Die Branche ließ der Apple-Chef viele Monate lang im Trüben fischen, welches Produkt der Konzern mit dem Apfellogo und Kultstatus wirklich präsentieren wird. Dass Medien- und Computerwelt tatsächlich stärker zusammenwachsen steht nun fest. Denn der neue iPad (Verkaufstitel des neuen Flach-PCs) soll ähnlich wie das iPhone, das dem mobilen Internet auf dem Handy zum Durchbruch verhalf und auch Wettbewerber zu ähnlich starken Leistungen anstachelte, Spannung in das Medien- und Computergeschäft bringen.

Für 499 $ (350 €) ist das einfachste Modell mit 16 GB Speicher und ohne Mobilfunk (UMTS) zu haben. 829 $ (rund 580 €) muss man für den teuersten mit Mobilfunk ausgestatteten iPad (64 GB Speicher) auf die Ladentheke legen. Erst in drei Monaten werden die Geräte mit Mobilfunk auf dem Markt sein, während die anderen bereits in acht Wochen bei den Händlern liegen sollen und dass von Beginn an weltweit.

Vorinstalliert ist auf dem iPad selbstredend Apples Online-Shop iTunes für Videos und Musik. Aufrufen können die Kunden Abos von Zeitungen und Zeitschriften, was erwartet worden war. Wie „National Geographic“ oder die „New York Times“ in der elektronischen Version ausschauen, stellte Jobs in San Francisco vor. Über den neuen iTunes-Shop iBooks lassen sich auch Bücher auf den iPad downloaden.

Ein absolutes Leichtgewicht stellt der neue iPad mit 700 g dar. Außerdem verfügt es nur über eine Dicke von 1,3 cm. Laut Apple beträgt die Akkulaufzeit 10 Stunden (bei Videobetrieb). Test werden zeigen, ob dies wirklich der Wahrheit entspricht. Mit einem Monat gibt Apple die Stand-by Kapazität an. Das Gehäuse wirkt hochwertig, während der hochauflösende Bildschirme per Fingerdruck zu bedienen ist. Äußerst bescheiden mutet allerdings der eingebaute Speicher von maximal 64 GB an.

Typisch für Apple soll der iPad sowohl Spielzeug als auch Arbeitsgerät sein. So können über das Internet Games mit Partnern an einem anderen Ort gespielt werden. Außerdem lassen sich auf dem Display Zahlen und Buchstaben relativ gut eintippen. Ferner kann auch eine externe Tastatur angeschlossen werden.

Da der iPad einen schicken Eindruck macht, wird er mit Sicherheit zum Trendsetter werden. Die Integration von bezahlten Medien in die Software ist das wirklich Innovative. Das Microsoft und andere Computerbauer ähnliche Lösungen ins Leben rufen werden, ist zu erwarten.

Mit dem neuartigen Tablet-Computer will Apple natürlich an den Erfolg des iPhone mit seinen zahlreichen Anwendungen anknüpfen. So werden in iTunes‘ Buchabteilung iBooks Titel der Großverlage Hachette, Macmillan, Simon & Schuster, HarperCollins und Penguin angeboten.

Damit nimmt Apple den Kampf auf gegen eBook-Anbieter wie Sony oder Amazon (Kindle). Der iPad kann wie das iPhone aus dem iTunes-Shop neben Musik und Videos natürlich auch die kleinen Programme (so genannte Apps/Applications) laden. Jobst erklärte, dass für das iPhone inzwischen mehr als 140.000 Anwendungen existierten und die iPhone-Apps sollen alle auch mit dem iPad kompatibel sein.