Ärger für T-Mobile-Partner MicroVZ
31. März 2009 – 07:18 UhrWie die perfekte Ehe klang die Verbindung von der größten Internet-Community, der VZ-Gruppe, und Deutschlands führendem Mobilfunkunternehmen T-Mobile. Auf der CeBIT verkündeten die beiden im März eine exklusive Partnerschaft. Über das „Web’n’walk“-Portal der T-Mobile können die 13 Millionen Nutzer von MeinVZ, SchülerVZ und StudiVZ seitdem via Mobilfunktelefon „gruscheln“. Da T-Mobile blöder Weise zuvor schon eine Partnerschaft mit einem VZ-Anbieter eingegangen war (mit der Dortmunder Microshare AG, die den Business-Dienst MicroVZ über T-Mobile vertreibt), wird die neue Partnerschaft jetzt von einem Nebenbuhler belastet.
Weil auch diese Kooperation auf der CeBIT präsentiert wurde, hätte die T-Mobile spätestens dort ihren Fauxpas bemerken müssen. Denn dass die Community-Tochter des Holtzbrinck-Verlages alles abmahnt, was VZ (für Verzeichnis) im Namen hat und nicht bei drei offline geht, ist schließlich bekannt. Nur zu gut wissen das Trittbrettfahrer wie BewerberVZ, PokerVZ oder BörseVZ. So landete Mitte letzter Woche ein Brief der StudiVZ Ltd. im Briefkasten von Microshare. Unter Androhung von Schadensersatzansprüchen wird das Unternehmen aufgefordert, die Nutzung des Namens MicroVZ zu unterlassen.
Das eigentliche „Fremdgehen“ kommentiert die T-Mobile nicht und zeigt lieber nach Dortmund. Microshare-Chef Dieter Kramps sagt kämpferisch, dass er den Gang vor Gericht nicht scheue. Schließlich habe StudiVZ kein Monopol auf die deutsche Sprache. „Außerdem ist eine Überschneidung der Zielgruppen fast auf ausgeschlossen. Ferner steht VZ nicht für Verzeichnis, sondern für virtuelle Zusammenarbeit.“
Quelle: FTD















