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Chipbranche ist wieder zuversichtlich

20. Juni 2009 – 05:59 Uhr

Die Gewinn- und Umsatzprognose hat der weltweit drittgrößte Halbleiterhersteller Texas Instruments (TI) nach oben geschraubt. Investor-Relations-Manager Ron Slaymaker sagte: „Unter anderem haben sich einige Handychips besser verkauft als gedacht.“

Für die gebeutelte Chipbranche zeigt sich ein Hoffnungsschimmer, da sich auch bei den Auftragsfertigern eine Entspannung abzeichnet. Gegenüber dem Vorquartal erwartet das Marktforschungsinstitut iSuppli für das laufende Quartal ein Wachstum von rund 59%. Zuvor hatte es drei Quartale mit zumeist deutlichem Rückgang gegeben. Den dritten Monat in Folge meldete vergangene Woche der weltweit zweitgrößte Auftragsfertiger UMC gegenüber dem Vormonat ein Umsatzplus. Als wichtiger Brancheindikator gelten die im Kundenauftrag produzierenden Unternehmen. Firmen wie Marktführer UMC und TSMC stellen in ihren Fabriken Chips für Halbleiterhersteller wie beispielsweise TI her.

Unter der Zurückhaltung der Kunden in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise leidet die Branche, da Chips heute in vielen Produkten zum Einsatz kommen (vom Auto bis zum Handy). Doch die positiven Signale nehmen zu. Optimismus verbreitete im letzten Monat bereits der weltgrößte Chiphersteller Intel. Mitte April erklärte Konzernchef Paul Otellini: „Das Schlimmste ist wohl überstanden!“ Preiserhöhungen in Aussicht gestellt hatten im vergangenen Monat außerdem die Speicherchiphersteller.

Da die Marktforschungsfirma Gartner mit einem Rückgang des Branchenumsatzes um noch immer rund 20% rechnet, bleibt die Lage trotzdem schwierig. Hierzu erklärt iSuppli-Analyst Len Jelinek: „Trotz anziehender Nachfrage erwarte ich im Gesamtjahr kein Wachstum für die Chipzulieferer. Nur, wenn die Weltwirtschaft sich erholt und Endkunden wieder normal einkaufen, wird es für die Halbleiterbranche nachhaltiges Wachstum geben. Weil die Elektronikhersteller ihre Lagerbestände deutlich reduziert haben, werden im zweiten Quartal die Auftragsfertiger unter anderem davon profitieren.“

Quelle: FTD

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