Chiphersteller hoffen auf ultraflache Notebooks
26. Juni 2009 – 15:43 UhrIdeal für unterwegs sind die neuen ultraflachen Notebooks wegen ihres geringen Gewichts und ihrer übersichtlichen Größe. Vor allem Internetnutzer, denen die Leistung von Netbooks und Smartphones nicht ausreicht, wollen die Hersteller damit ködern. Zwischen 600 und 1.100 $ sollen die Ultras kosten und der Branche damit höhere Einnahmen verschaffen. Tim Bajarin, Präsident von Creative Strategies, verrät: „Damit können wir viel bessere Margen erreichen als mit normalen Notebooks.“
Von der Erfindung immer neuer Produktkategorien hält hingegen das US-Marktforschungsunternehmen Gartner gar nichts. Gartner Analyst Ranjit Atwal erklärt: „Viel wichtiger als neue Produktklassen anzuhäufen sind die Erwartungen an die Geräte. Denn ultraflache Laptops sind eigentlich eine logische Weiterentwicklung herkömmlicher Notebooks. Es liegt auf der Hand, dass diese Geräte immer leistungsfähiger, leichter und schlanker werden.
Im Umkehrschluss könnte man also sagen, dass Ultra-Notebooks nur ein Trick der Computerindustrie sind, um die technikverliebte Kundschaft zum Kauf zu verleiten. Schließlich lockt die schnöde Weiterentwicklung einer bestehenden Technik keinen Trendsetter hinterm Ofen vor, ganz im Gegensatz zu einer völlig neuen Geräteklasse. Intels Finanzchef Stacy Smith sagte, dass dies nur der nächste Schritt in der Evolution sei. Einen Wachstumsschub durch die neuen Produkte verspricht sich der größte Chiphersteller der Welt ebenso wie Wettbewerber Advanced Micro Devices (AMD).
Dass sie die Aufmerksamkeit der Kunden von den zuletzt gefragten Netbooks weglenken, ist in den Augen der Industrie ein weiterer Vorteil der Ultra-Notebooks. Sie haben aus deren Sicht nicht nur den Nachteil, dass sie wesentlich leistungsschwächer sind, sondern sie lassen auch dementsprechend weniger die Kassen klingeln.
Quelle: FTD















