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Die Zukunft gestalten: Mozilla auf der Suche nach neuen Ideen für Firefox

28. August 2008 – 16:29 Uhr

Man könnte das, was der Mozilla-Entwickler Chris Beard in seinem Blog schreibt, fast für eine Antwort auf Googles Ankündigung halten, aufgrund der schleppenden Entwicklung der namenhaften Webbrowser eine eigene Alternative entwickeln zu wollen.

Laboratorien, erklärt Beard voller Pathos, seien seit jeher die Orte, an denen sich Wissenschaft und Kreativität vereinen, um neue Ideen zu entwickeln und zu erforschen. In Anlehnung an eben diese Tradition sehe sich “Mozilla Labs”, die Ideenschmiede und Spielwiese des Mozilla Projekts, als der Ort, an dem sich verschiedenste Menschen zusammenfinden, um gemeinsam zu experimentieren, zu erschaffen und zu spielen um so die Innovationen im Web zu schaffen, von der in Zukunft die gesamte Öffentlichkeit profitieren soll.

Auf dieser Suche nach Ideen bittet Chris Beard nun die Gemeinschaft um Input: Ganz egal, so Beard, ob Industrie, Bildungseinrichtung, oder einfacher Weltbürger: Jeder könne teilnehmen. Auch ohne spezielles technisches Vorwissen. Nicht nur Programmierer und bisherige Mitglieder des Projektes seien eingeladen, neue Vorschläge zu machen, sondern jeder, der sie äußern mag. Darum verlangt Beard auch nicht gleich nach vollständig ausgereiften Konzepten oder gar konkreten Realisationen in Form von Quellcode. Vielmehr befindet sich das Mozilla Projekt auf der Suche nach Ideen, Entwürfen und Prototypen. Damit hofft man, die bisherigen Grenzen der Mitarbeit aufheben zu können und jedem einen Beitrag zur Zukunft des Browsers zu ermöglichen.

Beard beschreibt sogar, wie die drei Kategorien Idee, Entwurf und Prototyp zu verstehen sind: Eine Idee, so der Entwickler, stehe ganz am Anfang jeder Entwicklung. Hier reicht schon ein Satz, ein Absatz: Eine kurze Beschreibung dessen also, was für die Zukunft gewünscht ist. Eine Idee darf noch vage sein und muss nicht technisch formuliert werden.
Für einen Entwurf hingegen sollen die Teilnehmer ihre Idee in ein Bild, eine Skizze oder ein Video verwandeln, dass - anstatt nur zu beschreiben - zeigt, wie die gewünschte Änderung aussehen und die Benutzererfahrung beeinflussen könnte.
Ein Prototyp hingegen unterscheidet sich von den anderen Formen vor allem durch seine Interaktivität: Hier soll - mit HTML, Flash oder jeder anderen Technologie, die Interaktive Oberflächen erlaubt, spürbar und erfahrbar gemacht werden, wie eine Änderung aufgebaut sein könnte.

Einzige Voraussetzung für eine Einsendung ist, dass Ideen und Entwürfe unter der Creative Commons, Prototypen hingegen unter der Mozilla Public License stehen müssen.

Um diese Kategorien mit Leben zu füllen veröffentlichte Beard sogleich einige Beispiele, die teilweise bestehende Ideen und Konzepte erweitern und teilweise völlig neue Wege gehen. Zusammen mit den ersten Kommentaren der Entwicklergemeinschaft sind sie in seinem Blog zu finden.

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