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Django 1.0 - Python-Framework in stabiler Version erschienen

15. September 2008 – 16:23 Uhr

Mit klassischen Methoden kann das Erstellen von interaktiven Web-Anwendungen ebenso mühsam wie zeitraubend sein: Wer vielfach in Python programmiert, wird längst gemerkt haben, wie häufig sich verschiedene Funktionen gleichen, wie oft man das Rad neu erfindet. Zudem ist die fehlende Trennung zwischen Programm- und Interface-Logik vielen ein Dorn im Auge, würde eine solche Trennung den Code doch lesbarer und vor allem leichter verwaltbar machen. Der geübte Python Programmierer schafft sich dann meist selbst Abhilfe, indem er häufig bis ständig genutzte Funktionen in externe Dateien auslagert. So entsteht eine eigene, kleine Funktionssammlung, die den Entwickler in verschiedenen Projekten zur Seite steht und wenigstens ein paar Rad-Neuerfindungen vermeiden hilft.

Entwickler hingegen, die es bevorzugen, von der ersten Minute der Entwicklung an auf ein reichhaltiges und vor allem wohl geordnetes Arsenal an unterstützenden Funktionen zugreifen zu können, kommen an einem Framework kaum vorbei.

Django ist ein solches Web-Framework, das verspricht, die Entwicklung von Web-Applikationen radikal zu erleichtern und zu beschleunigen. Dazu bringt es nicht nur eine ganze Reihe von vorgefertigten Funktionen und Datenstrukturen mit, sondern setzt auch auf eine klare Aufteilung des Codes nach einem MVC-Modell. MVC steht für Model, View, Controller. In Projekten, die diesem Entwicklungsparadigma folgen, sind der Code für Modelle, die den Aufbau der zu verarbeitenden Daten beschreiben, Views, die die Darstellung der Daten übernehmen und Controllern, die die in den Modellen beschriebenen Daten manipulieren, streng von einander getrennt, was die Übersichtlichkeit erhöht und die Fehlersuche stark vereinfacht.

Oberstes Prinzip von Django ist: Don’t Repeat Yourself - Wiederhole dich nicht!
Die Umgebung will durch ein wohl gewähltes Set von Basis-Funktionen, die das Framework selbst zur Verfügung stellt, sicherstellen, dass innerhalb eines Projektes nicht etliche Wiederholungen des im Prinzip gleichen Programmcodes nötig werden. Dies wird weiter dadurch unterstützt, dass selbst geschriebener Code wiederverwertbar ist, d.h. auch an anderen Stellen des Projekts verwendet werden kann.

Mit der Datenbank an sich muss sich der Entwickler so gut wie gar nicht auseinandersetzen: Er verändert einfach die Daten in einem Modell und ruft dessen Save-Funktion auf: Das Erstellen und Ausführen der Querys übernimmt dabei Django. Derzeit werden die Datenbanken MySQL, SQLite, PostgreSQL und Oracle unterstütz.

Weitere Funktionen, wie z.B. die Definition von URL-Schemata und das auf Wunsch zuschaltbare Administrations-Interface vereinfachen und beschleunigen die Entwicklung weiterhin, sodass die grundlegende Programmlogik oft in einem Bruchteil der Entwicklungszeit fertiggestellt werden können.

Weitere Informationen und Pakete der frischen Version 1.0 finden Sie unter http://www.djangoproject.com/.

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