E-Learning immer beliebter
25. März 2009 – 12:38 UhrImmer wieder werden von Medizinern neue Operationsmethoden entwickelt. Beispielsweise hinterlässt ein Chirurg mit der so genannten Schlüssellochtechnik während der Untersuchung des Darms nur noch kleine Narben im Bauchbereich. Doch immer wieder müssen Chirurgen diese neuen Techniken üben, damit alles reibungslos über die Bühne geht. Viele Ärzte gehen die wichtigsten Operationsschritte auf der Internetplattform für chirurgische Weiterbildung (eCME) durch. Mittlerweile können sich in 550 Fortbildungskursen die Chirurgen online auf dieser Internet-Plattform weiterbilden.
Von den neuen Möglichkeiten zeigt sich Jörg Ansorg, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Chirurgen (BDC) und gleichzeitig Initiator des eCME, überzeugt. „Chirurgen kommen beim Lernen der Operationstechniken nicht um eine Veranstaltung vor Ort herum. Und dass derjenige, der bereits einen Online-Kurs belegt hatte, eine neue Technik praktisch schneller umsetzen kann, zeigt die Erfahrung. Auch in einem handwerklichen Beruf wie der Chirurgie ist eine theoretische Vorbereitung durch eCME durchaus sinnvoll.“
Um ihre Mitarbeiter weiterzubilden, nutzen mittlerweile viele Unternehmen das E-Learning. Sie investieren dabei weniger in externe Fortbildungsseminare, sondern vermehrt in die digitale Aufbereitung unternehmensspezifischer Lerninhalte. So können die Lernenden das Wissen orts- und zeitungebunden abfragen. Die Wissensvermittlung ist nicht nur unterhaltsam, sondern komplexe Themen sind auch einfach zu verstehen, da das E-Learning-Programm mit Audiobeiträgen, Präsentationen und Videos aufbereitet ist.
Dass fast keine Branche in Zukunft ohne E-Learning-Modelle auskommen wird, dessen ist sich Chirurg Ansorg sicher: „Die Skepsis gegenüber E-Learning geht auch bei den Lernenden bedeutend zurück, außerdem sind digitale Kurse technisch leicht anzubieten.“ 2008 wurden beim eCME von Chirurgen schon 8.000 Kurse gebucht, im Startjahr 2002 waren es lediglich rund 1.500.
Quelle: FTD















