Kourtis Internet Solutions
KOURTIS INTERNET SOLUTIONS

EU prüft Google-Projekt, Avaya kauft Tochterfirma Nortels

13. Juli 2009 – 16:08 Uhr

Wie das Buchdigitalisierungsprojekt von Google die Urheberrechte von europäischen Verlagen und Autoren betreffen könnte, prüft zurzeit die Europäische Union (EU). „Die EU trägt Fakten zusammen, führt aber keine Untersuchung durch“, so der amerikanische Suchmaschinenbetreiber. Welche Auswirkungen die Einigung, die Google im letzten Jahr mit Verlagen in den USA erzielt hat, auf die 27 Staaten der EU hat, möchte die Brüsseler EU-Kommission vor allem herausfinden. Mit Verlagen und Autoren hatte sich Google im Oktober 2008 auf die Zahlung von 125 Millionen $ geeinigt. Damit wurden zwei Gerichtsprozesse über Googles neue Buchsuche ad acta gelegt.

Eine kartellrechtliche Prüfung der Einigung rief vergangenen Monat das amerikanische Justizministerium ins Leben. „Wir suchen präzise Angaben über die Einigung und wollen herausfinden, wie viele europäische Veröffentlichungen davon betroffen sein könnten“, heißt es bei der EU-Kommission. Zur Hauptquelle für Bücher, die nicht mehr aufgelegt werden, könnte Google nämlich durch das Digitalisierungsprojekt werden. Ein Konzernsprecher erklärte: „Mit Buchsammlungen in Europa, wie beispielsweise der Universitätsbibliothek in Oxford, arbeiten wir bereits zusammen.“

Wie sich die Einigung auf die EU-Rechte auswirkt, soll die EU-Wettbewerbsbehörde herausfinden, forderte im Mai die deutsche Bundesregierung. Schließlich sei ohne Zustimmung der Urheberrechtsinhaber eine Digitalisierung von Büchern nicht akzeptabel. Zuvor hatten sich auch Autoren und Verlage dahingehend geäußert.

Währendes Google um sein Buchdigitalisierungsprojekt kämpft, verkauft Nortel das Geschäft mit Firmennetzwerken für 477 Millionen $ an den US-Netzwerkausrüster Avaya. Die Sparte hat unter anderem Niederlassungen in Afrika, Europa und Nordamerika, teilte der insolvente kanadische Telekomausrüster mit. Um 41% eingebrochen ist der Umsatz aus dem Geschäft mit Firmennetzwerken, das mehr als ein Fünftel des Nortel-Gesamtumsatzes ausmacht.

Quellen: Bloomberg, FTD

Bookmark: bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark

Post a Comment