Facebook von Twitter kalt erwischt
6. Juli 2009 – 11:13 UhrSeinem Unternehmen hohe Ziele vorgegeben hat Mark Zuckerberg. Nach Angaben des Gründers von Faceboock bestehe Sinn und Zweck des Networks darin, Menschen die Macht zu geben, sich mitzuteilen und dadurch die Welt enger verbunden und offener zu gestalten. Dass das Motto Facebooks dem eines anderen Internetunternehmens ähnelt, ist kein Zufall. Schließlich hatte Google einst behauptet, dass man eines Tages die Informationen der Welt organisieren und sie universell zugänglich machen werde. Eine bessere Methode will Zuckerberg dahingehend gefunden haben, nämlich Menschen statt Maschinen.
Da Zuckerberg Facebook vor gerade einmal fünf Jahren in seinem Zimmer an der Uni Harvard gegründet hatte, hätte man dieses Gehabe bis zu kurzem als übertriebenes Geschwätz eines jungen Aufsteigers abtun können. Beitreten konnten Facebook bis 2006 nur Studenten und Schüler. Da Myspace zu dieser Zeit Marktführer bei sozialen Netzwerken gewesen ist, war auch die Idee nicht neu.
Doch ein explosionsartiges Wachstum folgte. Mittlerweile gehört Facebook weltweit zu den meistbesuchten Internetseiten und hat Myspace abgehängt. Facebook hat dabei mehr tägliche Seitenabrufe als Yahoo. Da sich Zuckerbergs Idee zu einer der wichtigsten Web-Anlaufstellen überhaupt entwickelt (an diesem Ort beginnen hunderte Millionen Menschen ihre Reise durchs Internet und verbringen dort den Großteil ihrer Zeit), befindet sich Facebook an einem kritischen Punkt seiner Entwicklung.
Es könnte aber auch sein, dass Facebook ähnlich wie seine Vorgänger demnächst schon wieder out ist. Denn dass die Internet-Gemeinde noch immer mit überraschender Geschwindigkeit ihre Vorlieben ändern kann, zeigt der rasante Aufstieg des Kurznachrichtendienstes Twitter. Zuckerberg räumt so auch ohne Umschweife ein: „Wir sind von Twitter kalt erwischt worden.“ Dennoch glaubt Zuckerberg mittlerweile, dass er mit Facebook etwas Universelles geschaffen habe.
Quelle: FTD















