FOP V0.95 - Formatting Objects Processor in neuer Version
26. August 2008 – 08:36 UhrDer von der Apache Software Foundation gepflegte Formatting Objects Processor ist nun in der neuen Version 0.95 erschienen. Der in der Programmiersprache Java geschriebene FOP ist ein Formatierungswerkzeug, das Daten, die im XSL Format vorliegen, für den Druck formatiert. Dabei nimmt der Prozessor ein XSL-FO (XLS-Formatting Object) entgegen und erzeugt daraus eine Druckansicht in Adobes PDF Format. Zusätzlich stehen auch andere Formate wie zum Beispiel PostScript, XML, PCL, AFP, Print, AWT, PNG, RTF und TXT zur Ausgabe zur Verfügung.
So ermöglicht es der Formatting Objects Processor, aus den gleichen Datenstrukturen, aus denen der Markup-Inhalt für eine Web-Ansicht erstellt wird, eine Druckansicht zu erstellen. Will also beispielsweise der Betreiber einer Webseite den Besuchern eine PDF-Variante seiner Seite zum Archivieren und Ausdrucken bereitstellen, so muss er dazu nicht eigenhändig ein PDF Dokument erstellen, welches er zudem bei jeder Änderung am Inhalt der Seite aktualisieren müsste, sondern kann einfach den FOP verwenden, um die PDF-Variante beim Zugriff automatisch zu generieren. Ein solches Vorgehen spart nicht nur dem Betreiber der Seite wertvolle Arbeitszeit: Gleichzeitig stellt es sicher, dass dem Besucher keine veralteten PDF Dateien angeboten werden, da die stets neu generierten Dokumente immer Deckungsgleich mit der aktuellen Fassung der Ursprungsseite sind.
Ein Jahr hat sich die Apache Software Foundation Zeit gelassen, seitdem sie die vorherige Version des FOP veröffentlicht hat. Die neue Version lässt die Unterstützung für die Java-Umgebung in der Version 1.3 fallen und verlangt von nun an nach einer Umgebung mit der Version 1.4 oder höher.
Neben zahlreichen kleineren Fehlern, die behoben wurden, hat man sich bei der Entwicklung der aktuellen FOP Version insbesondere den Tabellen angenommen: Die hinzugekommene Möglichkeit, so genannte keep-Attribute zu interpretieren, soll sicherstellen, dass auf Wunsch Tabellen immer zusammen mit dem vorangehenden oder nachfolgenden Text auf einer Seite platziert werden. Im Gegensatz dazu kann mit dem break-Attribut ein Seitenumbruch vor oder nach einer Tabelle erzwungen werden. Zusätzlich soll sich nun auch für Spalten - wie es bisher schon für Kopf- und Fußzeilen möglich war - eine Hintergrundfarbe definieren lassen. Zusätzlich zur Beseitigung bestehender Fehler und der Entwicklung neuer Funktionen geben die Programmierer auch an, die Arbeit von FOP deutlich beschleunigt zu haben.
Die unter der Apache-Lizenz kostenlos freigegebene Software ist ab sofort online verfügbar.
















Sorry, comments for this entry are closed at this time.