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G1 - Konkurrenz nicht nur für iPhone und Blackberry

29. September 2008 – 16:12 Uhr

Auf einer Präsentation des Firmen-Trios T-Mobile, Google und HTC wurde in New York das “Google-Handy” G1 der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist das erste Gerät am Markt, das die von Google entwickelte Mobilplattform Android nutzt. Mit diesem Produkt-Ensemble erweitert Google seine Ambitionen in eine Reihe neuer Märkte hinein und verquickt geschickt beinahe alle bisherigen Google-Entwicklungen zu einem Gesamtpaket zum Mitnehmen.

Zunächst ist das G1 eine Variation von Apples iPhone. Der Touchscreen ist geringfügig kleiner (320 × 480 Pixel), der Speicherplatz nicht weiter als 8 GB ausbaubar. Dafür steht zur Eingabe nicht bloß ein Trackball zur Verfügung, wie auch auf dem für Geschäftsleute gedachten Blackberry, sondern exklusiv eine ausklappbare QWERTZ-Tastatur. Der Bildschirminhalt kippt auf die Seite, sobald die Tastatur ausgefahren wird: Aus dem Handy wird ein Notebook. Folgerichtig bietet das G1 in Sachen Netzanbindung praktisch alles, was an mobilem Internet aktuell möglich ist. Von diversen UMTS-Standards über W-Lan bis hinunter zu allen weltweit gängigen GSM-Protokollen.

Das Neue an dem Produkt ist dabei vor allem die Bündelung von Diensten in Soft- und Hardware. Auf dem G1 stellen die Google-Produkte Google Search, Google Chrome, Google Mail, YouTube, Calendar, Google Maps (nebst Street View) und Google Talk nicht mehr bloße Webanwendungen dar, die man benutzen kann, wenn man sie will (und wenn man nicht will, geht man eben zur Konkurrenz); stattdessen sind sie direkt in die Tastatur des G1 integrierte Funktionen des Google-Betriebssystems Android. Neben den erwähnten eigenen Diensten wird Amazon sein Angebot von Musikdownloads (ca. sechs Millionen Songs ohne Kopierschutz) auf dem G1 vertreiben.

“In diesem Mobiltelefon steckt mehr Computer, als noch vor wenigen Jahren in einem Computer steckte”, sagt einprägsam Google-Gründer Larry Page auf der Präsentation. Freilich steckt im G1 mehr Google, als die Konkurrenz im weltweiten Netz je verdrängen kann. Das G1 ist ab dem 22. Oktober in den USA für 179 US-Dollar zu haben und soll ab dem 1. Quartal 2009 in Deutschland zunächst ausschließlich über T-Mobile vertrieben werden.

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