Größtes IT-Forschungsprojekt arbeitet an Foto-Erkennung
29. März 2009 – 11:53 UhrJeden Monat stellen Facebook-Nutzer mehr als 850 Millionen Bilder neu in diesem sozialen Netzwerk ein. Wenn die Namen nicht beim Bild vermerkt sind, ist es fast unmöglich bei Freunden oder Bekannten bestimmte Fotos zu finden. Durch die Software eines Startups soll dies nun erleichtert werden. Die Software will Gesichter auf Fotos von Facebook-Kontakten automatisch erkennen. Die Testphase des Photo Finder hat Facebook Anfang der Woche mit einer Testphase ins Leben gerufen. Als Referenz gilt ein zuvor erfasstes und hochgeladenes Gesicht.
Das dreimilliardste Bild hochgeladen wurde derweil im November 2008 bei Yahoos Foto-Archiv Flickr. Leicht in die Zehntausende kommen private Fotosammlungen auf dem heimischen Rechner. Dabei soll Software die Bilderflut kontrollieren, indem sie Fotos automatisch erkennt und einordnet. Dies geschieht in den meisten Fällen aber nur sehr unzureichend. Eine Anwendung (jedoch nicht die einzige) ist das Erkennen eines bestimmten Gesichts. Schwierig sein kann es, überhaupt irgendein Gesicht in einem Bild zu finden. Beispielsweise dann, wenn ein Schatten darauf fällt oder wenn es teilweise verdeckt ist. Eine weitere Herausforderung ist das Finden ähnlicher Bilder, wie etwa von einem Gebäude wie dem Brandenburger Tor.
Thomas Meiers, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut Nachrichtentechnik (Heinrich-Hertz-Institut), erklärt, dass dies noch ein Forschungsgebiet sei. „Was die wesentlichen Elemente eines Bildes sind, erkennen herkömmliche Programme oft nicht“, so Meiers. „Aufnahmen bei Regen oder bei Nacht werden meist nicht erkannt, wenn zum Beispiel Fotos vom Brandenburger Tor gesucht werden, ausgehend von einem Bild mit blauem Himmel und Sonnenschein.
Meiers forscht an der Lösung solcher Probleme und ist dabei Teil von Theseus, dem größten IT-Forschungsprojekt der deutschen Bundesregierung. Der Bund steuert dazu rund 100 Millionen € bei, während weitere 100 Millionen € von Unternehmen wie Siemens kommen.
Quelle: FTD















