Hitachi treibt Eingliederung der Tochterfirmen voran
27. Juli 2009 – 18:07 UhrFünf börsennotierte Tochtergesellschaften möchte Japans größter Elektronikkonzern Hitachi in das eigene Unternehmen integrieren. Den Fremdaktionären der Töchter Hitachi Systems & Services, Hitachi Software Engineering, Hitachi Information Systems, Hitachi Plant Technologies und Hitachi Maxell lege der Konzern schon nächsten Monat Kaufangebote vor, so Insider.
Durch die Eingliederung profitabler Tochterunternehmen und die Bündelung seiner breit gestreuten Ressourcen möchte der defizitäre Elektronikkonzern wieder ein Comeback in der Gewinnzone feiern. 16 börsennotierte Tochtergesellschaften und mehr als 900 Unternehmen umfasst die Hitachi-Gruppe. Rund 8 Milliarden $ Verlust erwirtschaftete der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr. Für ein japanisches Fertigungsunternehmen bedeutete dies ein Rekorddefizit. Die Prognose für 2009 beschreibt einen Nettoverlust von 2,9 Milliarden $.
Gewinne bescherte die Nachricht gestern sowohl den Anteilsscheinen der Tochtergesellschaften sowie der Konzernaktie. Zwischen 15 und 18% wurden die vermeintlichen Übernahmeziele nach oben geschraubt, während der Wert der Hitachi-Aktie um 3,4% stieg.
Aus Branchenkreisen heißt es, dass Hitachi nicht alles machen könne und auch nicht erwarten dürfe, dass es alles gut macht. „Der Konzern muss seine Ressourcen konsolidieren, da er zu weit verzweigt ist“, so ein Experte. „Wenn man den Aufschlag auf den aktuellen Kurs der Töchter berücksichtigt, könnte der Schritt Hitachi bis zu 300 Milliarden ¥ beziehungsweise 2,2 Milliarden € kosten, notiert die japanische Wirtschaftsgazette „Nikkei“.
Takeo Miyamoto, Analyst bei der Deutschen Bank, orakelt: „Dies ist zwar ein erster Schritt, aber er wird Hitachis Netto-Gewinn nicht stark ankurbeln. Außerdem ändert sich nichts an dem Umstand, dass der Konzern nach wie vor frisches Kapital braucht.“
Quelle: FTD















