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IBM zuversichtlich, AMD mit Verlusten, Samsung investiert

16. November 2009 – 17:38 Uhr

Mit Zuversicht blickt der weltgrößte IT-Dienstleister IBM trotz der Wirtschaftskrise in das kommende Jahr. Dem US-Konzern ist es im dritten Quartal wieder gelungen die Gewinnerwartungen trotz rückläufigen Umsatzes zu übertreffen, was der Verlagerung auf gewinnträchtige Geschäftsfelder wie beispielsweise Software geschuldet ist. Dass man beim Erreichen des Gewinnziels 2010 den Planungen voraus zu sein scheint, signalisierte gleichzeitig der Umstand, dass IBM die Ergebnisprognose für das laufende Jahr erhöhte. Denn von einem steigenden Umsatz geht das Unternehmen wieder für das dritte Quartal aus.

Konzentriert hat sich IBM in letzter Zeit stärker auf Dienstleistungen wie etwa Automatisierung oder Outsourcing und Software, statt wie bisher verstärkt auf das traditionelle Servergeschäft zu setzen. Auf Geschäftsfelder, die sich trotz der Sparbemühungen vieler Unternehmen als ziemlich beständig erwiesen, baute der Konzern somit. Von 2,8 Milliarden $ des Vorjahreszeitraums stieg der Nettogewinn im Berichtsquartal auf 3,2 Milliarden $. Um 7% wurde der Umsatz nach unten geschraubt (23,6 Milliarden $). Dieser war damit aber immer noch größer als man an der Wallstreet erwartet hatte. Je Aktie erhöhte der Technologiekonzern für das laufende Geschäftsjahr seine Gewinnerwartung auf mindestens 9,85 $ (zuvor mindestens 9,70 $).

Der Rückgang der wichtigen Serviceverträge auf 11,8 Milliarden $ (minus 7%), die ein Indikator für künftige Umsätze sind, war ein Dämpfer für die Investoren. IBM verwies auf Anzeichen für eine Entspannung und begründete den Rückgang als Folge eines schwachen Geschäftsumfelds. Finanzchef Marc Loughridge erklärte, dass man generell eine gewisse Stabilisierung des konjunkturellen Umfelds sehe.

Während IBM für 2009 also einen höheren Gewinn erwartet, schreibt Chiphersteller AMD erneut Verluste. Wegen der steigenden Nachfrage nach Computern hat der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) zwar seine Quartalsverluste eingegrenzt, aber nach wie vor bleibt der weltweit zweitgrößte Hersteller von Prozessoren ebenso wie Konkurrent Intel für das laufende Quartal sehr vorsichtig. Nach 134 Millionen $ des Vorjahres stand im abgelaufenen Vierteljahr unter dem Strich ein Minus von 128 Millionen $. Somit musste der Konzern im 12. Quartal in Folge rote Zahlen konstatieren. Auf 1,4 Milliarden $ sank der Umsatz, was gut ein Fünftel ausmacht. Analysten hatten hier allerdings größere Verluste erwartet.

Einen leicht höheren Umsatz erhofft sich AMD für das vierte Quartal. Bei knapp 2% liegt laut Marktforschern zurzeit der Marktanteil AMDs. In den vergangenen Jahren hat der Konzern gegenüber seines härtesten Konkurrenten Intel eine Menge Marktmacht einbüßen müssen. Zum Jahresende visiert AMD-Boss Dirk Meyer für das Kerngeschäft aber Gewinn an. „Das Chipdesigngeschäft hat sich zuletzt einen Überschuss von 2 Millionen $ erarbeitet“, so Meyer. Unter seinem Minderheitsanteil am Fertigungsgeschäft leidet AMD jedoch noch immer. Laut Analysten werden die Verluste aus dem Restbesitz der Dresdner Produktion noch lange auf den AMD-Bilanzen lasten, obwohl der arabische Investor ATIC die Amerikaner von den Mehrheitsanteilen erlöst hatte.

Viel erlösen möchte auch der Technologiekonzern Samsung Electronics mit einer LCD-Flachbildschirmfabrik in China. Dafür investieren die Südkoreaner umgerechnet etwa 1,5 Milliarden €. Ein Jointventure soll gegründet werden, um den geplanten Bau der Anlage im Osten Chinas ins Leben zu rufen, teilte der weltgrößte Produzent von LCD-Fernsehgeräten und Speicherchips jetzt mit.

Quelle: FTD, dpa, Reuters

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