Intel kooperiert mit TSMC
16. März 2009 – 14:40 UhrBeim Bau des neuen „Atom“-Prozessors von Intel wird es eine Zusammenarbeit zwischen dem Chipkonzern und dem Halbleiterhersteller TSMC aus Taiwan geben. Dies haben beide Unternehmen jetzt bestätigt. Außerdem wollen die beiden Konzerne in weiteren Bereichen kooperieren.
Durch die Kooperation will Intel erreichen, dass verschiedene Versionen des „Atom“-Chips umfassender und schneller auf den weltweiten Markt gelangen können. Keine Angaben gab es von Intel und Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) im Hinblick auf das finanzielle Volumen. Das Unternehmen aus Taiwan kooperiert bereits mit den beiden US-Konzernen Qualcomm und Sun Microsystems und ist Auftragsfertiger. Sofern Intel die „Atom“-Fertigung komplett nach Taiwan auslagern sollte, könnte TSMC dadurch den Umsatz um bis zu 600 Millionen $ jährlich nach oben schrauben. Dieses Urteil fällte jetzt Randy Abrams, Analyst von Credit Suisse.
2008 kam der „Atom“-Chip des weltgrößten Chipherstellers Intel als Energie sparender Prozessor auf den Markt. Dieser war zum Einsatz in den günstigen kleinen Netbooks vorgesehen, wie beispielsweise dem Eee PC von Asustek oder dem Inspire One von Acer. Bei der Herstellung dieses Chips nutzt man die 45-Nanometer-Technologie. Dass sie vom Jahr 2012 an zusammen 450-mm-Wafer fertigen wollen, hatten bereits im Mai des vergangenen Jahres Intel, TSMC und der südkoreanische Mischkonzern Samsung angekündigt.
Intel erklärte zudem, dass man die Forschungsaktivitäten in Deutschland ausbauen wolle. Dass so genannte „Intel Open Lab“ wurde als neuer Baustein im europäischen Forschungsnetz des US-Konzerns in Feldkirchen bei München von Intels Verwaltungsrats-Chef Craig Barett eröffnet. Barett machte klar: „Man kommt nur mit Investitionen aus der Krise, nicht mit Sparen.“
Quelle: DPA, Bloomberg, FTD















