Intel setzt auf Mobilität
9. Juni 2009 – 10:59 UhrEinen neuen Anlauf, die große Abhängigkeit vom Kerngeschäft mit PC-Prozessoren zu vermindern, hat jetzt der weltgrößte Chiphersteller Intel genommen. Dabei setzt Intel dennoch auf Felder, die nahe am Kerngeschäft liegen. Die Chips sollen in eine immer größere Palette von Geräten integriert werden. Alles was ans Internet anschließbar und mobil ist, nimmt Intel in den Fokus. Darunter natürlich auch Smartphones sowie die abgespeckten und billigen Laptops (Netbooks).
Bei eingebetteten Systemen sieht Intel ebenfalls Wachstumschancen. In Industrierobotern oder in Autos werden diese beispielsweise verbaut. Der Anwender merkt nicht, dass ein Computerchip eingebaut ist, da diese Produkte versteckt arbeiten. Dadi Perlmutter, Chef von Intels Mobility Group, erklärte: „Geräte, die ans Internet angeschlossen und mobil sind, wird es demnächst milliardenfach geben.“
Doch Intel geht auch immer mehr dazu über nicht nur Chips, sondern auch die Software zu liefern. Von mehr als 3.000 Programmierern werden mittlerweile Programme entwickelt, mit denen die Kunden von Intel die Prozessoren noch besser nutzen und deren Kapazität erweitern können. Das Open-Source-Betriebssystem Linux ist dabei das prominenteste Exempel.
Mittlerweile arbeiten einige der besten Linux-Entwickler für den Intel-Konzern. Sie beschränken sich dabei nicht nur auf die Weiterentwicklung von Linux, sondern arbeiten auch an der mobilen Variante, die 2007 ins Leben gerufen wurde und Moblin heißt (Kurzform für Mobile Linux). Das Betriebssystem, das für den Einsatz mit Intels Atomchips optimiert ist, liegt seit April im Verantwortungsbereich des Linux Foundation Konsortiums. Zunächst wird Moblin für größere Rechner und Netbooks zur Verfügung stehen. In ein paar Monaten wird Acer als drittgrößter PC-Hersteller mit der Auslieferung der ersten Moblin-Computer beginnen.
Quelle: FTD















