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Intel strotzt trotz Krise, Infineon will Qimonda helfen

5. April 2009 – 09:25 Uhr

Gute Absatzchancen für seine neuen Serverprozessoren sieht in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise Intel. Halbleiter, die im Vergleich zur Vorgängerreihe deutlich leistungsfähiger und sparsamer sein sollen, präsentierte der weltgrößte Chiphersteller am vergangenen Montag. Trotz knapper IT-Budgets sei das für Intel-Kunden Anlass genug, Mehrkosten für den Prozessoren-Wechsel in Kauf zu nehmen.

Intels Vizepräsident Tom Kilroy sagte bei der Produktpräsentation in der Nähe von Zürich vor Selbstbewusstsein strotzend, dass das Server-Geschäft weiter sehr profitabel sein werde, da Unternehmen ihr Budget effizienter einsetzen müssten. Die aktuelle Xeon-Reihe hält der Konzern seit dem Markteintritt vor 14 Jahren für die größte Weiterentwicklung. „Mehr als 15 Milliarden Endgeräte werden bis 2015 mit dem Internet verbunden sein“, schätzt Kilroy. Neben Chips für Notebooks zählen leistungsfähige Prozessoren für Server zu den größten Umsatzträgern von Intel.

Während Intel üppigen Umsätzen frönt, werden bei Qimonda die Scherben der Insolvenz zusammengefegt. So will sich der Halbleiterkonzern Infineon nach langem Zögern nun an der Finanzierung einer Auffanglösung für voraussichtlich 3.000 Beschäftigte der insolventen Tochter beteiligen. Ein Infineon-Sprecher verriet in dieser Woche: „Einen Teil der Kosten von zwei geplanten Beschäftigungsfirmen an den Standorten München und Dresden wird Infineon übernehmen.“

Zur Höhe der Unterstützung wurden keine Angaben gemacht. Gesichert ist die Finanzierung der Auflösung bislang durch die Bundesanstalt für Arbeit und einen Massenkredit über 21 Millionen € für drei Monate. Um einige Wochen verlängern könnte sich der Zeitraum durch die Geldspritze der Mutter. Klarheit über eine Fortführung des DRAM-Herstellers mithilfe von Investoren möchte bis Ende Mai der Insolvenzverwalter haben. Insolvenz meldete nun auch das portugiesische Qimonda-Werk mit rund 1.000 Beschäftigten an.

Quellen: FTD, Reuters

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