Intel will Mitarbeiter-Aktien tauschen
27. März 2009 – 14:23 UhrUninteressant gewordene Aktienoptionen der Mitarbeiter möchte der Chipkonzern Intel gegen attraktivere Papiere umtauschen. Der US-Computerchiphersteller möchte sich dafür in einer Abstimmung am 20. Mai die notwendige Legitimation der Anleger holen. Bei Intel hieß es, dass die umstrittene Maßnahme nötig sei, um wichtige Mitarbeiter weiter an den Konzern zu binden.
Um ihre Angestellten zu motivieren, setzen Unternehmen solche Vorkaufsrechte oft ein. So sind rund 87% der knapp 84.000 Intel-Beschäftigten Inhaber solcher Aktienoptionen. Als Anreiz-Instrument ist diese Methode allerdings nutzlos, wenn der Marktkurs der Aktie unter den Ausübungspreis der Option fällt. Dieses Horrorszenario ist jetzt bei 99% der von Intel-Mitarbeitern gehaltenen Rechte eingetreten.
Intel möchte aus diesem Grund den Mitarbeitern ermöglichen alte Optionen gegen Rechte mit geringerem Ausübungspreis einzutauschen. Andere IT-Unternehmen wie beispielsweise AMD, eBay oder Google sind zu dieser umstrittenen Maßnahme bereits übergegangen. Mit Ausnahme des Spitzen-Managements soll die Offerte von Intel für alle Beschäftigten gelten.
Das Vorhaben könnte bei Aktionären auf Widerstand stoßen, während bei den Mitarbeitern dahingehend natürlich Freude aufkommt. Schließlich gibt es für Anteilseigner des Unternehmens keine vergleichbare Entschädigung im Falle von Kursverlusten.
Seit 2006 mussten bei Intel circa 20.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. In den Unterlagen an die US-Börsenaufsicht SEC teilte Intel mit, dass man es sich nicht leisten könne, Personal zu verlieren, dass für bestimmte Projekte von entscheidender Bedeutung ist. „Wissenschaftler, Techniker oder andere Spezialisten befinden sich unter unseren Mitarbeitern. Diese arbeiten an wichtigen mehrjährigen Entwicklungs- und Forschungsprojekten und verfügen zudem über Fähigkeiten, die sie über Jahre hinweg entwickelt haben. Solche Leute sind schwer zu ersetzen“, heißt es bei Intel.
Quellen: Reuters, FTD















