IT-Outsourcing-Preise fallen, IBM prüft Sun-Bücher
27. März 2009 – 14:39 UhrNach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens Gartner werden in der Wirtschaftskrise die Preise für die Fremdvergabe von IT-Dienstleistungen bis ins Jahr 2010 hinein um 5 bis 20% fallen. Zu geringeren IT- Budgets und gleichzeitig zu härterem Wettbewerb unter den Outsourcing-Anbietern führe die Wirtschaftskrise. Gartner erklärte, dass der Preisverfall sich aus dem wachsenden Wettbewerb zwischen altbekannten und neuen Anbietern in dem Markt ergebe.
„Eine steigende Zahl von Anbietern will die Marge stabil halten und ihre Wachstumsziele einhalten“, so Gartner. Dass die Preise für das Hosting von IT-Anwendungen voraussichtlich um 10 bis 20% fallen, die für Netzwerkangebote um 10 bis 15%, orakelten die Marktforscher. Günstiger würden zudem Telefonhotline-Services (um 5 bis 10%) und Datenbankangebote (5 bis 15%). „Diese Kürzungen schlagen sich aber nicht in Preislisten nieder“, ergänzte Gartner-Analyst Claudio Da Rold. „Aber neu verhandelt oder neu vereinbart werden zu diesen niedrigen Konditionen wohl die Outsourcing-Verträge.“
Während die Wirtschaftskrise das IT-Outsourcing billiger macht, verzögert sich laut Medienberichten das erwartete Angebot des Computerkonzerns IBM für den Rivalen Sun Microsystems. Das „Wall Street Journal Europe“ meldete unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen, dass IBM derzeit die Bücher prüfe. Es sei nicht abzusehen, wie viel Zeit dies in Anspruch nehmen werde. Es gebe aber auch keine Zweifel daran, dass das Übernahmeangebot kommen werde.
Über den anstehenden Zukauf hatte das Blatt erstmalig in der vergangenen Woche berichtet. Die Unternehmen äußersten sich zu den Spekulationen nicht. Das „Wall Street Journal Europe“ taxiert den erwarteten Preis für Sun Microsystems auf bis zu 8 Milliarden $.
Quellen: FTD, Reuters, DPA















