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Kartellstrafe für Intel, Gewinnplus für Apple

28. April 2009 – 15:12 Uhr

Schon sehr bald muss der US-Chipkonzern Intel mit einer Kartellstrafe der Europäischen Kommission rechnen. Einen Entwurf, indem sie Intel Missbrauch einer Marktmacht vorwerfen, haben die Brüsseler Wettbewerbshüter jetzt den Kartellbehörden der 27 EU-Staaten vorgelegt. Bis eine Entscheidung über die Strafe getroffen wird, dauert es danach erfahrungsgemäß nur noch wenige Wochen. Bisher war von Intel dazu noch keine Stellungnahme zu erhalten. Um Lecks zu vermeiden, wird die geplante Geldbuße in dem Dokument bewusst offen gelassen. Strafen von bis zu 10% des Jahresumsatzes (2008 waren dies 37,6 Milliarden $) sind ebenso möglich wie ein Verbot der bisherigen Vertriebspraktiken.

Dass Intel seinen Erzrivalen AMD durch illegale Rabatte aus dem Markt zu drängen versuchte, wirft die EU dem Chiphersteller vor. Den Weltmarkt für Prozessoren teilen sich beide US-Konzerne. Der Vorwurf der Wettbewerbshüter lautet, dass Intel durch unzulässige Rabatte und die Androhung von Nachteilen PC-Hersteller dazu genötigt hätte, auf den Einsatz von AMD-Prozessoren zu verzichten. Gegen Rabatte für die Computerhändler Saturn und Media Markt richtet sich ein weiterer Verdacht der Kommission. Die Elektronikketten dürfen demnach keine PC mit AMD-Prozessoren offerieren. Werbezuschüsse in Millionenhöhe sollen sie dann im Gegenzug von Intel erhalten.

Während Intel mit den EU-Justizbehörden zu kämpfen hat, treiben iPod und iPhone den Gewinn von Apple in die Höhe. Denn gute Geschäfte mit dem iPod und dem iPhone haben beim US-Konzern Apple für ein Gewinn- und Umsatzplus gesorgt. Die Erwartungen der Analysten wurden vom Konzern übertroffen. Im zweiten Geschäftsquartal verdiente Apple unter dem Strich 1,21 Milliarden Dollar, was einem Plus von 15% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Apple teilte mit, dass der Umsatz um 8,7% auf 8,16 Milliarden $ kletterte. Dabei setzte der Konzern gut 11 Millionen iPods und an die 10 Millionen iPhones ab.

Quellen: FTD, Reuters

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