Konjunkturabschwung in der IT-Branche
11. März 2009 – 12:21 UhrVor dem schwersten Einbruch ihrer Historie steht die PC-Branche. Einen Absatzrückgang von 11,9% auf 257 Millionen Computer erwarten die Marktforscher von Gartner für das Jahr 2009. Durch den Boom der billigen Mininotebooks habe man den Abschwung zwar dämpfen, ihn aber nicht aufhalten können, so Gartner. Die Branche erlebte im Jahr 2001 mit 3,2% den bislang größten Rückgang. Unternehmer und Verbraucher nutzen im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ihre alten Rechner länger. Einen Einbruch von 32% auf 101,4 Millionen Geräte erwarten die Marktforscher bei Desktop-Computern. Gartner prognostizierte aber auch, dass sich hingegen der Absatz der Mininotebooks auf 21 Millionen Geräte 2009 nahezu verdoppeln werde. „Deshalb rechnen wir bei mobilen Computern mit einem Absatzplus von 9% auf 155,6 Millionen“, so ein Sprecher von Gartner. So dürften die PC-Hersteller durch diese Entwicklung weiterem Druck im Hinblick auf die Erträge ausgesetzt sein. Schließlich kann man mit den nur 300 bis 400 $ teuren Mininotebooks kaum Geld verdienen.
Auch die deutsche Informations- und Kommunikationsbranche (ITK) blickt wegen des weltweiten Konjunkturabschwungs nicht optimistisch in die Zukunft. Bitkom-Sprecher August Wilhelm Scheer sagte in Hannover: „Von der konjunkturellen Situation werden auch wir nicht unbeeinflusst bleiben. Nach dem ersten Quartal werden wir die Brancheprognose überprüfen. Im Moment gibt es aber keinen Anlass diese zu verbessern.“ Für 2009 rechnet der Branchenverband Bitkom weiter mit stagnierenden Geschäften. Im zweiten Quartal möchte Bitkom eine Prognose für 2010 nennen. In einer Umfrage hatten im Oktober 2008 13% der Unternehmen erklärt, dass die Krise auch in der IT-Branche angekommen sei. Ende Februar 2009 wurde diese Zahl auf 44% nach oben katapultiert.
Quellen: DPA, Reuters















