Kontron verliert, QSC verspricht Dividende, Apple will Gewinn bei Alben
23. Juli 2009 – 17:50 UhrEinen Gewinnrückgang verbuchte der Steuerungscomputerhersteller Kontron im zweiten Quartal. Von 8 Millionen auf 5,5 Millionen € ist der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geschrumpft. Von zuvor 127 Millionen sank der Umsatz auf 110 Millionen €. Im Rahmen der Erwartungen von Analysten lagen diese Ergebnisse. Mit Kosten für ein laufendes Renditeprogramm und dem damit verbundenen Stellenabbau sowie mit der Schwäche der Märkte Infotainment und Industrieautomatisierung begründete Kontron den Rückgang. „Rund 120 unserer gut 2.400 Arbeitsplätze haben wir im ersten Halbjahr abgebaut“, so ein Konzernsprecher.
Während Kontron einen Gewinnrückgang zu beklagen hat, stellt QSC seinen Anlegern Dividende in Aussicht. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ stimmte Konzernchef Bernd Schlobohm seine Aktionäre auf bessere Zeiten ein und erklärte, dass man in zwei Jahren dividendenfähig sein wolle. „Ich möchte auch Rendite auf mein investiertes Kapital erhalten, schließlich bin ich einer der größeren Aktionäre von QSC.“ Beim Kölner Telekom-Anbieter liegt der Fokus in diesem Jahr weiter darauf, dass die Profitabilität gestärkt wird. Schlobohm: „Dies ist wichtiger als Wachstum, hauptsächlich wird der Gewinn zum Schuldenabbau verwendet.“
Mehr Gewinn möchte Apple mit dem Verkauf von Musikalben machen. Denn zusammen mit den vier großen Musikkonzernen erarbeitet der IT-Riese rund um den Download von Musikalben Zusatzangebote. Begleittexte, Booklets und andere interaktive Anwendungen werden laut Informationen der Financial Times unter dem Codenamen „Cocktail“ entwickelt. Damit wolle man den Verkauf von digitalen Musikalben anheizen. Weil die Kunden verstärkt Einzeltitel kaufen, war die Nachfrage nach kompletten Alben zuletzt stark eingebrochen. Bei den Alben ist die Gewinnmarge für die Firmen jedoch höher.
Quellen: The Financial Times, FTD















