IT-Messe „CeBIT“ wohl mit weniger Ausstellern
25. Dezember 2008 – 10:37 UhrDie Menge der vermieteten Quadratmeter oder die Zahl der Aussteller sind Erfolgsindikatoren für eine Messe. Dennoch finden diese Kriterien bei vielen Experten nicht mehr die volle Akzeptanz. Beispielsweise würden für Industriemessen diese Parameter nicht mehr zeitgemäß zutreffen, sagt beispielsweise Wolfram von Fritsch, der neue Chef der Deutschen Messe AG. Fritsch moniert, dass das Messegeschäft zu sehr den Fokus auf Gesamtbesucherzahlen und Quadratmeter richten würde.
Von Fritsch gibt zu verstehen, dass die Qualität der Besucher mehr im Vordergrund stehen müsste und nicht nur die einfache Anzahl. Schließlich müssten auch die richtigen Messegäste auf das Gelände gelockt werden. Von Fritsch ist ehemaliger Bahnmanager und weiß nicht zuletzt deswegen, dass der Zug dann abgefahren ist, wenn beispielsweise auf erzielte Geschäftskontakte als Maßeinheit kein größeres Augenmerk gelegt werden wird. Außerdem findet die Präsenz einer Messe in den Medien und dabei vor allem im Internet oftmals zu wenig Beachtung. Schließlich sind Klicks in der sich immer weiter globalisierenden Online-Welt ein entscheidender Faktor.
Deshalb müsse eine Messe 14 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr Online-Präsenz zeigen. Die Deutsche Messe AG investiert deshalb rund 10 Millionen € in den Aufbau neuer Internetportale. Vor allem die Zugpferde Hannover-Messe und CeBIT stehen dabei im Vordergrund. Hier können sich Aussteller und Besucher auch fernab des Messegeländes treffen und alle Funktionen der Messen werden dauerhaft präsentiert. Da laut von Fritsch das Internet eine Messepräsenz nicht ersetzen könne, befürchtet der Experte auch keinen Bedeutungsverlust für die realen Veranstaltungen in Hannover im Wettbewerb mit dem Online-Auftritt.
Quelle: welt.de















