Michael Jacksons Tod zeigt Internet-Probleme auf
3. Juli 2009 – 09:56 UhrDass die Webdienste bei globalem Interesse ihrer Nutzer überfordert sind, hat sich spätestens beim Tod von Michael Jackson gezeigt. Denn die Nachricht vom Ableben des „King of Pop“ legte in den USA zahlreiche Websites lahm, während gleichzeitig die Geschwindigkeit des Datennetzes zum Teil deutlich gedrosselt wurde. Unter dem Ansturm tausender Fans des Popstars brachen die Internetseiten latimes.com und tmz.com zusammen. Als Erste hatten die amerikanischen Dienste über den kritischen Zustand Jacksons und später über dessen Tod berichtet. Die elektronischen Nachrichtendienste AIM und Twitter fielen ebenfalls kurz darauf aus.
Dass das dezentral organisierte Internet im Falle plötzlich auftretender Spitzenbelastungen an seine Grenzen stößt, zeigen diese Probleme. Verzögerungen und Ausfälle können große Schäden anrichten, da Privatkunden und Unternehmen immer abhängiger von Dienstleistungen aus dem weltweiten Netz werden.
Dass sich nach Angaben des Internetspezialisten Keynote Systems die Ladezeiten der Websites großer Medienkonzerne wie CBS, CNN Money oder ABC verdoppelten, zeigt, wie groß das globale Interesse an Jacksons Schicksal war. Anfangs vermutete der Internetkonzern Google aufgrund der enorm steigenden Zahl von Anfragen auf seiner Nachrichtenseite gar einen Hacker-Angriff.
Als problematisch erweist sich in solchen Fällen die rasch steigende Zahl der Abfrage von datenintensiven Inhalten wie Kinofilmen, Online-Fernsehen oder Videos. Dass der Datenverbrauch steigt, dafür sorgen zudem immer schnellere Internetanbindungen für Privatkunden. Da sich das Internet aber aus vielen Teilnetzen unterschiedlichster Anbieter zusammensetzt, ist die Verbesserung der Infrastruktur sehr schwierig.
Vom Ansturm profitiert hat derweil der Musikkonzern Sony Music. Am Wochenende von Michael Jacksons Tod stammten beim Internet-Shop iTunes sieben der meistverkauften Alben von der Pop-Ikone.
Quelle: FTD















