Kourtis Internet Solutions
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Microsoft gibt Gas, Google tritt auf die Bremse

21. Februar 2009 – 19:06 Uhr

Die Eröffnung eigener Shops erwägt der IT-Gigant Microsoft. Damit möchte der weltgrößte Softwarekonzern seine Produkte besser präsentieren und eine größere Nähe zum Kunden schaffen. Der Konzern erläuterte die Pläne dahingehend, dass eine kleine Zahl von Geschäften mit großem Aufmerksamkeitspotenzial in Großstädten rund um den Globus eröffnet werden soll. Dafür akquirierte Microsoft den ehemaligen Wal-Mart-Manager David Porter.

So tritt der Softwarekonzern in die Fußstapfen des Konkurrenten Apple. Schließlich unterhält Apple seit einigen Jahren erfolgreich eine Ladenkette. Damit konnte Apple seine Markenbekanntheit beziehungsweise das Image herausputzen. Dabei werden in diesen Geschäften von Apple komplette Geräte wie iPods oder Macbooks veräußert. Im Gegensatz dazu kann Microsoft nur Software (wie beispielsweise das Betriebssystem Windows) offerieren, die Handyhersteller beziehungsweise PC-Produzenten auf ihren Produkten installieren können. Eine eher untergeordnete Rolle spielt also Hardware, wenn man einmal von der Spielkonsole Xbox absieht.

Während Microsoft also mit Expansionszukunftsplänen Gas gibt, tritt der Internetkonzern Google auf die Bremse und beendet die Pläne für Radiowerbung. Damit ist jetzt auch die Vermarktung von klassischem Rundfunkmarketing gestoppt, nachdem sich Google bereits aus dem Zeitungsanzeigengeschäft verabschiedet hat. Diese beiden Anliegen waren ehemals ehrgeizige Projekte im Hinblick auf Anzeigenwerbung, die das erfolgsverwöhnte Unternehmen angesichts der Wirtschaftskrise binnen weniger Wochen einstampfen musste.

Vizepräsidentin Susanne Wojcicki erklärte: „Wir konnten mit diesem Geschäftsbereich nicht die erhoffte Wirkung erzielen. Leider müssen wir auch mitteilen, dass es für die rund 40 Beschäftigten aus dem nun nicht mehr vorhandenen Bereich wahrscheinlich keinen anderen Arbeitsplatz bei Google geben wird.“ Nachdem es in den vergangenen Jahren zu einem rasanten Ausbau von Arbeitsplätzen bei Google gekommen war, tritt nun wohl der seltene Fall von Entlassungen ein.

Quelle: FTD, DPA

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