Microsoft setzt auf neue Online-Dienste, Intel wehrt Vorwürfe ab
3. Juni 2009 – 06:16 UhrAuf eine Steigerung von Ertrag und Umsatz setzt Microsoft-Chef-Softwarearchitekt Ray Ozzie seine Hoffnungen im Hinblick auf neue Onlinedienste, besonders auf das so genannte Cloud-Computing. Allerdings rechnet Ozzie mit geringeren Margen als im traditionellen Softwaregeschäft, wie er jetzt auf einer Technologiekonferenz erklärte.
Ozzie ist die Triebfeder hinter Microsofts Bemühungen, Software nicht mehr zu verkaufen, sondern über das Internet als Dienstleistung anzubieten. Mit Cloud-Computing ist Microsoft bislang sehr verhalten umgegangen. Investiert hat das Unternehmen jedoch in Rechenzentren für die Speicherung von Kundendaten. Die Markteinführung des Online-Betriebssystems Windows Azure will Microsoft noch in diesem Jahr in die Tat umsetzen.
Während sich Microsoft bei Cloud-Computing-Margen skeptisch zeigt, wehrte Intel jüngst Aktionärsvorwürfe ab. Der Chipkonzern konnte sich in einem Kartellrechtsstreit gegen Anteilseigner durchsetzen. Dass die Konzernführung nicht gegen monopolistische Geschäftspraktiken beim Verkauf von Mikroprozessoren vorgegangen sei, hatten die Aktionäre des weltgrößten Chipherstellers moniert. Dass die Anschuldigungen jedoch nur wenige oder überhaupt keine Einzelheiten dazu lieferten, was Personen getan haben, was sie hätten tun sollen beziehungsweise wer sich falsch verhalten hat, befand jetzt ein US-amerikanisches Gericht.
Dass man bei Intel Ermittlungen der Kartellbehörden Nordkoreas, Japans und der EU ignoriert habe, hatten die Kläger dem Führungsgremium des Konzerns vorgeworfen. Einige Manager sollten dem Unternehmen Schadensersatz in Millionenhöhe zahlen, forderten dahingehend die Aktionäre. Dies sollte so vonstatten gehen, dass die Manager unter anderem Boni und Gehälter zurückzuzahlen haben. Mit dem Gerichtsurteil geben sich die Aktionäre aber nicht zufrieden und prüfen die Option einer Revision.
Quellen: Reuters, Bloomberg, FTD















