Nackenschläge für die IT-Branche
7. Januar 2009 – 20:03 UhrDass die Finanzkrise sich auch in der realen Wirtschaft bemerkbar machen wird, war den Experten von Anfang an klar. Davon betroffen sind auch die IT-Unternehmen , die zuletzt mit großen Umsatzerfolgen aufwarten konnten. Insider orakeln allerdings jetzt, dass man für 2009 nur noch ein höchstens stagnierendes Geschäfts erwarten könnte. Dies steht somit im krassen Gegensatz zu der Vorhersage des Industrieverbandes Bitkom. Dieser hatte für 2009 ursprünglich mit einem Umsatzwachstum von 1,5% gerechnet. Mit großen Verlusten muss vor allem die Unterhaltungselektronik sowie die Telekommunikation rechnen.
Trotz der wirtschaftlichen Flaute werden Ausgaben im IT- Bereich aber weiter wachsen, erklärt August Wilhelm-Scheer, Chef von Bitkom. Dennoch könnten dadurch Verluste, die man für das Jahr 2009 auf sich zukommen sieht, nicht amortisiert werden, so dass unterm Strich kein Plus stehen werde. Also wird man von einer Umsatzsteigerung um 1,2% (auf 1,45 Milliarden €), wie im Jahr 2008, nur noch träumen können. Eine Strophe im Klagelied sind auch die schlechten Finanzierungsbedingungen, welche momentan fast die Hälfte der IT-Firmen bemängelt. Viele Firmen sehen sich aufgrund dessen in ihrem Unternehmens wirken gehandikapt. Trotzdem möchte man die Beschäftigtenzahl, die zuletzt 829.000 betrug, nicht wesentlich nach unten korrigieren.
Licht am Ende des Tunnels sieht hingegen die Elektroindustrie, die mit der IT-Branche stark verwoben ist. Hier macht sich sogar Optimismus breit. Trotz der Finanzkrise wird ein Wachstum angestrebt. Der Branchenverband ZVEI sieht seine Mitgliedsbetriebe in einer hervorragenden Position, da ohne die Elektroindustrie nichts laufe, gibt die Branchenvertretung selbstbewusst zu verstehen. Schließlich sei die Elektroindustrie eine Querschnitttechnologie, die in vielen Bereichen unabdingbar ist.
Quelle: welt.de















