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Online-Spielemesse startet in Leipzig

31. Juli 2009 – 00:01 Uhr

Leipzigs Messechef Wolfgang Marzin bleibt nach außen hin gelassen. Er redet nur über sein Baby, die Games Convention Online (GCO), spricht man ihn auf die Kölner Gamescom an. Wenn es um die – laut Eigenwerbung – erste eigenständige Messe für reine Online-Spiele geht, sprudelt aus dem Manager der pure Vaterstolz. Der Messechef schwärmt: „Innerhalb eines dreiviertel Jahres haben meine Leute das Konzept nicht nur marktreif gemacht, sondern auch gleich noch realisiert.“

Doch ein Wunschkind ist die GCO, die heute eröffnet wird, trotzdem nicht. Die Exhibition ist eine Notgeburt. Schließlich kämpfen die Messeunternehmen in Köln und Leipzig hart um die europäische Leitmesse für Computerspiele. Und die besseren Karten besitzt dabei die Domstadt, was auch Marzin weiß.

Mit rund 80.000 Besuchern und 166 Ausstellern wurde die Games Convention 2002 in Leipzig ins Leben gerufen. Sechs Jahre später waren es schon 503 Unternehmen und 203.000 Messegäste. Dennoch kam das Ende, da die Kölner Messe dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungsmedien (BIU) als Träger der Spielemesse mehr Geld geboten hatte. Dass die Stadt am Rhein sowohl für die meisten Besucher als auch für die Aussteller zentraler liege, war ein weiteres Argument.

Doch Leipzig könnte im Moment genau von diesem Streben nach Größe profitieren. Klaas Kersting, Chef des Spieleverlags und -entwicklers Gameforge erklärt: „Nur ein Aussteller unter vielen wären wir auf der Gamescom gewesen.“ Unter den rund 60 Aussteller in Leipzig gehört sein Unternehmen zu den größten. Mitte August werden in Köln aber die Großen der Spielebranche wie Electronic Arts oder Ubisoft dabei sein, die in Leipzig fehlen. 50.000 bis 70.000 Besucher werden in Leipzig zur Online-Spielemesse erwartet.


Quelle: FTD

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