OWF: Offenes Umfeld für Web-Spezifikationen
4. August 2008 – 04:51 UhrDas W3C, also das World Wide Web Consortium, ist die zentrale Instanz, die für die Definition und Festlegung von Standards im Web zuständig ist. Hier wird, neben der Struktur von aktuellen und zukünftigen HTML Varianten, auch festgelegt, wie XML, CSS, SVG, RSS und andere Technologien, die das Rückgrat des Internets darstellen, entwickelt und implementiert werden.
So wichtig jedoch einheitliche Standards für diese Kerntechnologien auch sein mögen: Gerade in der jüngeren Vergangenheit, in der die Entwicklungsgeschwindigkeit moderner Technologien spürbar zugenommen hat, steht das W3C vermehrt in der Kritik.
Grund dafür sind nicht zuletzt die als starr geltenden Strukturen und der relativ enge Kreis derer, die aktiv an der Gestaltung neuer Standards mitwirken können. In Folge dieser scheinbaren Unbeweglichkeit des geschlossenen Systems W3C entstanden in den letzen Jahren etliche Zusammenschlüsse von Entwicklern und Firmen, die eigene Standards entwickeln, um so der rasanten Entwicklung gerecht zu werden.
Diese Vielzahl neuer, oft direkt in der Entwicklergemeinschaft wurzelnder Institutionen bringt jedoch unweigerlich eine gewisse Unübersichtlichkeit in die wachsende Spezifikations-Landschaft.
Dieser Zersplitterung will nun die neu gegründete OWF (Open Web Foundation) entgegenwirken: Die in Anlehnung an die erfolgreiche Apache Foundation gegründete Organisation soll einen einfachen Rahmen für Entwickler und Gemeinschaften bieten, die versuchen, eine breit genutzte Spezifikation zu entwerfen und durchzusetzen. Dabei will man dem gegenwärtigen Trend, für jede neue Spezifikation eine eigenen Foundation ins Leben rufen zu müssen, entgegenwirken um so eine gewisse Übersichtlichkeit zu fördern.
Mitbegründet wurde die Foundation von den Gründern der OpenID Foundation, die selber bei der Entwicklung der OpenID Spezifikation und der dazugehörigen Foundation auf einige Probleme trafen, die die OWF nun weiteren Entwicklern ersparen soll.
Neben den Gründern selbst sind bereits Joi Ito, Tim O’Reilly und David Racordon von Six Apart mit an Bord. Zusätzlich bekannten sich auch namenhafte Unternehmen wie Facebook, MySpace, Google und Yahoo, die teilweise bereits eigene Standards entworfen haben, zu der Stiftung.
















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