Smartclip und Springer, Quimonda hofft auf China, China Mobile aufs Land
25. April 2009 – 10:28 UhrDie Vermarktung von Bewegbildinhalten auf seinen deutschen Internetseiten überträgt der Axel-Springer-Verlag dem Anbieter Smartclip. Smartclip soll Werbekunden für die Videoinhalte von mehr als 20 Online-Angeboten des Springerkonzerns, darunter Welt Online und Bild.de, gewinnen. Dies bestätigte der erst vor gut einem Jahr gegründete Videovermarkter. Es hieß, dass damit die bestehende Zusammenarbeit beider Häuser intensiviert werde. In Großbritannien, Spanien und Deutschland bündelt und vermarktet Smartclip die Bewegbildinhalte zahlreicher Online-Anbieter.
Die Zukunftshoffnungen beim insolventen Speicherchiphersteller Qimonda hingegen ruhen auf China. Aus Branchenkreisen verlautete, dass nach wie vor eine Beteiligung des chinesischen Staatsunternehmens Inspur im Mittelpunkt der Gespräche stehe. Es verlautete, dass man hier am weitesten sei. Der taiwanische Halbleiterkonzern Taiwan Memory hatte zwischenzeitlich Interesse angemeldet. Es stehe aber noch ein grundsätzliches Bekenntnis der Chinesen zu einem Engagement aus. Außerdem sei auch noch offen, wie eine Beteiligung aussehen könnte. Qimonda würde voraussichtlich liquidiert werden, wenn die Investorensuche scheitern sollte.
Während Qimonda auf Investoren aus China hofft, will China Mobile in ländliche Regionen investierten. Das geringste Wachstum seit fünf Jahren verzeichnete der Telekommunikationskonzern jetzt beim Quartalsgewinn. Dass vor allem die weltweite Rezession und der sich verschärfende Wettbewerb den Gewinnen zugesetzt hätte, erklärte der weltgrößte Mobilfunkbetreiber. Im ersten Quartal kletterte der Nettogewinn von China Mobile um 5,2% auf rund 25,2 Milliarden Yuan (2,85 Milliarden €). Im Vorjahreszeitraum waren dies 23,9 Milliarden Yuan. Um 9% auf 101 Milliarden Yuan stieg der Umsatz. China Mobile möchte sich jetzt auf die weniger gewinnträchtigen ländlichen Gebiete des Landes konzentrieren, um die Führungsposition seines Konzerns gegenüber den Konkurrenten China Unicom und China Telekom zu wahren.
Quellen: FTD, DPA, Bloomberg















