IT-Ikone Stein Bagger stellt sich freiwillig
16. Dezember 2008 – 20:44 UhrDer Milliarden-Betrüger Stein Bagger aus Dänemark hat seine Schuld eingestanden. Er hat eingeräumt, dass er von Gewaltverbrechern erpresst worden sei. Damit hat der dänische IT- Unternehmer Stein Bagger die spektakulären Vorwürfe seines Betrugs, in dem es um Milliarden geht, bestätigt. Bagger war nach Kopenhagen geflogen, nachdem er aus den USA abgeschoben worden war. Vor einem Haftrichter gestand Bagger dann seine Schuld im Hinblick auf Fälschung von Leasing-Verträgen und Betrugs ein. Der Grund dafür soll eine Erpressung von Gewaltverbrechern gewesen sein. Dabei sollen Baggers Ehefrau und die gemeinsame Tochter Bedrohungen ausgesetzt worden sein.
Stein Bagger hielt mit seinen Machenschaften eine ganze Nation in Atem. Denn die verfolgt die Wandlung vom genialen Geschäftsmann Bagger zu einem gemeinen Betrüger gleichsam fasziniert wie fassungslos. Vor wenigen Wochen gab’s noch was zu feiern. Da hatte man Bagger zu Dänemarks erfolgreichsten Unternehmer 2008 gekürt. Auch seine Partner sind mittlerweile von ihm abgerückt. Für sie besteht kein Zweifel daran, dass Bagger ein reines Luftschloss fabriziert hat und der angebliche Umsatz seines Softwareunternehmens „IT-Factory“ nur durch gefälschte Rechnungen in den Büchern stehen. Dabei soll es sich um eine Milliarde Kronen beziehungsweise 135 Millionen € handeln. Am Wochenende stellte sich Bagger freiwillig auf einer Polizeistation in Kalifornien. Auch Dänemarks größte Bank „Danske Bank“ wurde von Bagger düpiert. Sie verlor mit Geschäften des als ungewöhnlich charismatisch geltenden Geschäftsmannes rund 350 Millionen Kronen beziehungsweise 35 Millionen €. Außerdem musste auch Ex-Radsportstar Bjarne Riis bluten. Er trat als Co-Sponsor für Baggers Profirennstall auf.
Quelle: handelsblatt.com















