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Streit um Gebrauchtsoftware

1. Juli 2009 – 14:24 Uhr

Das Geschäft mit gebrauchter Software sollte eigentlich durch die Wirtschaftskrise beflügelt werden. Teile ihrer nicht mehr benötigten Softwarelizenzen wurden von geschwächten Unternehmen verkauft, damit so wieder Geld in die Kassen fließt. Im Gegenzug sparten die Käufer beim Erwerb der gebrauchten Lizenzen kräftig Geld. Stark vergünstigt gibt es gebrauchte Software bei Anbietern wie Usedsoft. Der Markt kommt dennoch nicht richtig in Schwung, obwohl die Händler die Software zu Traumkonditionen an den Mann bringen wollen. Dies ist Rechtsstreitigkeiten mit Softwareherstellern geschuldet, die den aufkommenden Markt mit gebrauchter Software als Bedrohung identifiziert haben.

Axel Susen, Geschäftsführer bei Susensoftware, einem Anbieter für gebrauchte Software, unterstreicht mit seiner Aussage, dass er IT-Leitern und Geschäftsführern regelmäßig erkläre, wie sie Hunderttausende Euro sparen könnten und die sich am Schluss dennoch dagegen entscheiden würden, wie groß die Verunsicherung beim Kunden ist. Susen: „Die Hersteller wollen verhindern, dass der Gebrauchtmarkt mit Software Anteile von rund 15% erreichen könnte.“

Die unsichere Rechtslage ist Hintergrund des Konflikts. Nur beim Verkauf von einzelnen Datenträgern sind sich die Streithähne einig. Weiterverkauft werden darf so eine Original-CD. Bei Großkundenverträgen differieren jedoch die Meinungen. Dass sie erst eine Genehmigung erteilen müssen, bevor Teile von Lizenzen an andere Unternehmen weitergegeben werden können, dieser Meinung sind die Softwarehersteller.

Joachim Gores, IT-Experte bei der Kanzlei Kümmerlein, Simon und Partner rät ebenfalls vom Kauf ab: „Man kann auf Basis der bestehenden Rechtsprechung potentiellen Kunden vor einem Kauf nur warnen, es sei denn es geht um Einzellizenzen, die auf einem Datenträger verkauft wurden. Ansonsten braucht man für die Lizenz-Übertragung die Zustimmung der Softwarehersteller. Usedsoft sieht das anders: „Noch kein Gericht hat bislang gegen uns entschieden!“

Quelle: FTD

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  1. One Response to “Streit um Gebrauchtsoftware”

  2. Ich bin nicht sicher, ob die Aussage von Usedsoft stimmt: OLG Düsseldorf erlässt einstweilige Verfügung gegen Gebrauchtsoftwarehändler HHS usedSoft GmbH:

    http://www.microsoft.com/germany/presseservice/detail.mspx?id=532744

    Mehr unter: http://www.microsoft.com/germany/gebrauchte-software/default.mspx

    Für die Schweiz hab ich keinen schlüssigen Entscheid gefunden. Die Unsicherheit bleibt also.

    Legale und sichere Möglichkeiten für Geräte- und Maschinenhersteller, um abgekündgte Produkte wie XP Pro bis 2016 oder Win 2000 Pro bis 2015 weiterhin zu lizensieren gibt es hier: http://www.elbacom.ch.

    Mit freundlichen Grüssen,

    Andreas Aegerter

    By Andreas Aegerter on Jul 13, 2009

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