Umsatzeinbruch bei LG erwartet
12. Februar 2009 – 21:53 UhrDer IT-Riese LG Electronics muss kräftig sparen. Bei dem südkoreanischen Elektronikkonzern wird mit einem starken Umsatzrückgang gerechnet. Deshalb möchte man im Jahr 2009 die Kosten um knapp 1,7 Milliarden € nach unten schrauben. „Wegen der Rezession erwarten wir auf Dollarbasis 20% weniger Umsatz“, sagte LG-Boss Nam Yong. „Wir planen zurzeit aber noch keinen Jobabbau. Es könnten aber im Hinblick auf einen Produktionsumbau Stellen wegfallen.“ Circa 82.000 Mitarbeiter sind bei LG Electronics beschäftigt. Diese produzieren Haushaltsgeräte, Fernseher und Handys. Durch die Konjunkturschwäche wird im Moment die Nachfrage geschwächt. Deshalb müssen Hersteller von Elektronik- und Informationstechnologie mit einschneidenden Schritten darauf reagieren. Analysten stellen fest, dass sich dahingehend auf der Nachfrageseite keine Lösungen finden lassen. Deshalb müsse man nach Wegen suchen, um die Fixkosten effektiv zu minimieren.
Das Einsparen von Personal wird wegen der vor Ort herrschenden Kultur durchaus kein leichtes Unterfangen. Deshalb steht solch eine Möglichkeit als letzte Maßnahme für ein extremes Szenario bei LG auf der Agenda. In Südkorea wird selten zu Massenentlassungen gegriffen. Man versucht hingegen durch freiwillige Ruhestandspläne und durch Fluktuation die Belegschaft zu minimieren. Der schwache Won hat sich für LG in der Krise als Puffer herausgestellt. Schließlich musste Südkoreas Währung in den vergangenen 12 Monaten gegenüber dem US-Dollar fast 1/3 des Wertes einbüßen. Somit erlangte LG gegenüber der Konkurrenz im Bezug auf die Preise einen Vorteil. Yong: „Um 30% ist in den USA der Markt für Haushaltsgeräte geschrumpft. Um bis zu 40% in Europa. Um 17% ist der Umsatz im Januar auf Dollar-Grundlage gesunken. Im November 2008 konnten wir dahingehend einen Verlust von 20% verzeichnen.“
Quelle: Reuters, FTD
















One Response to “Umsatzeinbruch bei LG erwartet”
Der schwache Won hat sich für LG in der Krise als Puffer herausgestellt. Um 17% ist der Umsatz im Januar auf Dollar-Grundlage gesunken. Da haben wir doch den Grund - Währungsschwankung.
By Claude on Mär 6, 2009