Vivendi stark durch Spiele und Musik
11. März 2009 – 12:18 UhrTrotz weltweit massiver Umsatzeinbrüche gibt es im Bereich der Medien- und Informationstechnologie stabile Entwicklungen, während stark werbefinanzierte Medienunternehmen derzeit mit der Finanz- und Wirtschaftskrise zu kämpfen haben. Beispielsweise konnte der größte Medienkonzern in Europa, Vivendi, seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17,2% auf rund 25,4 Milliarden € nach oben katapultieren. Dabei wurde das operative Ergebnis mit rund 4,3 Milliarden € knapp auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Konzernchef Jean-Bernard Lévy erklärte in Paris: „Wir werden unser rentables Wachstum fortsetzen und haben unsere Ziele erreicht. Die Dividende werden um knapp 8% auf 1,40 € je Aktie erhöht.“
Über die Universal Music ist Vivendi der größte Musikproduzent weltweit. Zudem hält Vivendi Mehrheiten am Videospielhersteller Activision Blizzard, am Pay-TV-Sender Canal Plus sowie an den Telefongesellschaften Maroc Telecom und SFR. Weitgehend unabhängig von den Entwicklungen auf den Werbemärkten ist Vivendi mit dieser Fokussierung der Geschäftsfelder. „Deshalb rechnen wir auch im Krisenjahr 2009 mit einem Gewinnwachstum“, so Lévy. „Auf unsere Videospielsparte Activision Blizzard, die wir im vergangenen Sommer gekauft haben, setzen wir dabei besonders. Schließlich konnten wir damit zuletzt 4 der weltweit 10 meistverkauften Videospiele auf den Markt bringen.“
Darunter waren Titel wie das Online-Spiel „World Of Warcraft“ oder „Guitar Hero“. Rund 2,1 Milliarden € Umsatz konnte Vivendi mit dem Game-Geschäft erwirtschaften. Der Gewinn belief sich dabei auf 34 Millionen €. Sogar um rund 31% konnte Universal Music 2008 den Absatz im Internet steigern. Besonders verdiente man dabei am Soundcheck zum Film „Mamma Mia“, der die Kinokassen klingeln ließ. Universal Music hat beispielsweise Metallica und Amy Winehouse unter Vertrag.
Quelle: FTD, Bloomberg, Reuters















