Werben im Nachrichtenstrom: AdSense For Feeds vorgestellt
12. September 2008 – 12:11 UhrEine Vielzahl von Internetangeboten ist ohne Werbung kaum vorstellbar. Teilweise finanzieren sich Projekte ausschließlich aus Werbeeinnahmen, teilweise dienen sie nur dazu, die Hosting-Kosten zu decken oder einen kleinen Nebengewinn einzufahren. So oder so: Werbung im Internet ist ebenso verbreitet wie lukrativ.
Diese Werbung wird meist direkt in den Inhalt der Seite eingebunden - und das ist auch durchaus sinnvoll: So bekommt sie eine möglichst große Anzahl von Besuchern zu sehen und sie kann sich auf den Kontext der sie umgebenden Seite beziehen.
Aber: Immer mehr Internet-Benutzer bekommen die eigentliche Webseite von Portalen wie Nachrichtenmagazinen, Blogs und anderen ständig aktualisierten Publikationen kaum noch zu sehen.
RSS-Feeds haben die Herzen der informationshungrigen Internet-Gemeinde im Sturm erobert: Sie erlauben es, sämtliche Aktualisierungen einer Webseite in einem einheitlichen Programm oder in einer Web-Applikation zu abonnieren. So muss also der Besucher nicht mehr jede interessante Seite mehrmals in der Woche von Hand aufrufen, um sich selbst über Änderungen zu informieren: Wird eine Seite aktualisiert, so wird der neue Inhalt in der zentralen Umgebung des RSS-Readers angezeigt.
Dass der Benutzer nicht mehr jede Seite einzeln abrufen muss hat offensichtliche Vorteile: Zeitlich effizienter ist diese Methode, und komfortabel noch dazu. Was jedoch teilweise auf der Strecke bleibt ist die Werbung. Zwar entscheiden sich einige Anbieter dazu, im RSS-Feed nur einen kurzen Auszug der Inhalte anzubieten, was interessierte Leser dazu zwingt, für den vollen Artikel doch die eigentliche Webseite und damit die dort geschaltete Werbung aufzurufen, doch dieses Vorgehen führt das Prinzip von RSS zumindest teilweise ad absurdum und wird von vielen Benutzern als unpraktisch empfunden.
Google, Anbieter des beliebten AdSense Services, der bereits heute eine Vielzahl von Webseiten mit Werbung versorgt, erweitert nun sein Angebot um einen “AdSense For Feeds” getauften Service. Der Name allein macht schon klar, was dieser leisten soll:
Mit Hilfe der Technik des im Juni 2007 aufgekauften Dienstes “Feedburner”, der die Erstellung von RSS-Feeds erleichtert und eine genaue Übersicht der Abrufzahlen bietet, lassen sich nun AdSense Anzeigen auch in RSS-Feeds integrieren. Diese sind, wie von den bekannten AdSense Anzeigen auf Webseiten gewohnt, dezent gehalten und richten sich inhaltlich am Kontext des RSS-Feeds aus.
Betreiber einer Internetseite, die ihren RSS-Feed von AdSense mit Werbung versehen lassen, können dabei die Frequenz und die Platzierung von Werbung selbst bestimmen. Die Auswertung der Klickzahlen und der daraus resultierenden Einnahmen erfolgt dabei über das “Channel-Tool”, das auch die Werbeaktionen auf normalen Webseiten analysiert.
Mehr über “AdSense For Feeds” erfahren Sie bei Google auf einer eigens zum Thema eingerichteten Hilfeseite.
















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