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Werben ohne Mindestgebot: Google überarbeitet AdWords

8. September 2008 – 12:25 Uhr

Der Suchmaschinen- und Werbe-Riese Google überarbeitet seinen Dienst AdWords, der das Schalten von Anzeigen in Googles Suchergebnissen und auf Partnerseiten verwaltet.

Dabei fällt das 2005 eingeführte Mindestgebot, das für einzelne Suchworte nötig ist, komplett weg. Stattdessen führt Google den so genannten “Quality Score” ein: Anhand dieses neuen Bewertungs-Maßstabes soll von nun an in Echtzeit entschieden werden, wann eine Werbung eingeblendet wird.

Der “Quality Score” errechnet sich laut Google aus der Klickrate der Anzeige, dem gebotenen Preis, sowie der Ladegeschwindigkeit und der Qualität der Zielseite. Angeblich soll der “Quality Score” bei jeder Suchanfrage erneut in Echtzeit berechnet werden.

Bislang diente der “Quality Score” in erster Linie dazu, schon vorab für einzelne Stichworte, für die Werbung buchbar war, einen Mindestpreis festzulegen. Darauf will Google jedoch zu Gunsten eines neuen Modells verzichten: Von nun an soll vielmehr in Echtzeit über die Positionierung einer Anzeige entschieden werden.

Komplett neu und als Orientierungshilfe gedacht ist das so genannte “First page bid”: Dieser Wert gibt an, wie viel ein Werber zahlen muss, damit seine Anzeige in den Suchergebnissen eines bestimmten Stichwortes auf der ersten Seite erscheint.

Zu Anfang soll das überarbeitete System nur für eine kleine Zahl der AdWords-Kunden freigeschaltet werden. Diese sollen das System, welches dann in Zukunft für alle AdWords-Kunden gelten soll, erst einmal auf Herz und Nieren prüfen.

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