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Deutsche Bundesregierung möchte mehr Wettbewerb im Glasfasernetz

16. Februar 2009 – 20:39 Uhr

Die deutsche Bundesregierung möchte einen wettbewerbsfreundlichen Ausbau neuer Glasfasertelekommunikationsnetze. Dafür hat man sich jetzt in Berlin stark gemacht. Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, erklärte: „Dass die nötigen Investitionen in einer wettbewerbspolitischen Weise gefördert werden, ist unser Ansatz.“

Auf der Veranstaltung des Verbandes VATM unterstrich der Präsident der Netzagentur Matthias Kurth zudem, dass man sich verstärkt um die Förderung der Wettbewerbsintensität kümmern müsse, welche der Aufbau der neuen Hochgeschwindigkeitsnetze mit sich bringe. Dabei dürfe es nicht dazu kommen, das Dritte diskriminiert werden. Mit diesen Statements der beiden Spitzenbeamten wird der Telekom-Forderung eine Absage erteilt, die einen vorübergehenden Schutz vor Konkurrenz auf den Hochleistungsbreitbandnetzen für sich beansprucht. „Wir sehen aber auch das Problem hoher Kosten beim Bau der neuen Glasfasernetze“, so Pfaffenbach. „Deshalb streben wir an, die regulatorischen Rahmenbedingungen im Hinblick auf eine verbesserte Verlässlichkeit zu gestalten. Beispielsweise können wir uns eine Verlängerung der Genehmigungszeiträume vorstellen. Außerdem stehen wir Ausbaugemeinschaften, worüber die Telekom bereits in einigen Städten mit Konkurrenten Vereinbarungen getroffen hat, sehr offen gegenüber. Denn so können Risiken verteilt werden.“ Kurth ergänzte: „Dabei muss man aber auch Wege finden, auf denen es Dritten erlaubt wird, Angebote im Hinblick auf Telekommunikationsdienste offerieren zu können.

Auf der anderen Seite muss man aber auch das hohe Risiko bei der Berechnung der Zugangspreise ins Auge fassen. Dieses gehen die Investoren nämlich bei einem Glaserfasernetzausbau ein.“ Somit wurde vom Chefregulierer ein ganz klares Zeichen dahingehend gesetzt, dass man den Netzbetreibern – und dabei vornehmlich der Telekom – in Zukunft höhere Großhandelspreise zugestehen möchte. „Wir werden ein Verzeichnis existierender Lehrrohre für die Verlegung von Telekommunikationsleitungen vorlegen“, verriet Pfaffenbach.

Quelle: FTD

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