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Yahoo und Microsoft sollen kooperieren, IBM erhöht Prognose

20. Juli 2009 – 16:59 Uhr

Erneut für eine Zusammenarbeit der beiden Suchmaschinen von Yahoo und Microsoft hat sich Yahoo-Großaktionär und US-Investor Carl Icahn stark gemacht. Verhandlungen zwischen dem Online-Portal und dem weltgrößten Softwarekonzern stehen nach US-Medienberichten in einer entscheidenden Phase. Es heißt, dass eine Entscheidung sehr schnell fallen könne. Icahn erklärt: „Einen Suchmaschinendeal mit Microsoft abzuschließen, dafür hab ich mich immer ausgesprochen.“ Icahn sitzt im Aufsichtsrat von Yahoo und besitzt etwa 5% der Unternehmens-Aktien.

Icahn ergänzt: „Mit einer Zusammenarbeit wären Synergien verbunden und so könnte man den Unternehmenswert steigern.“ Nachdem Microsoft mit dem Versuch gescheitert war, Yahoo für 47,5 Milliarden $ komplett zu übernehmen, war Icahn bereits im vergangenen Jahr an den IT-Giganten herangetreten, um eine Partnerschaft zu forcieren. Für Zahlungen von 2,3 Milliarden $ zu garantieren, hatte Microsoft danach angeboten. Zum Konkurrenten Google, der rund 65% der Marktanteile besitzt, wollen die beiden Konzerne mithilfe einer Suchmaschinenzusammenarbeit aufschließen. Auf 19,4% Marktanteile kommt Yahoo, Microsoft auf 8,4%.

Während zwischen Microsoft und Yahoo noch über die Zusammenarbeit verhandelt wird, erhöht IBM die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Denn im zweiten Quartal konnte IBM den Gewinn unerwartet deutlich steigern. Vor allem von der Konzentration auf margenträchtige IT-Dienstleistungen und von Kostensenkungen profitierte der Technologiekonzern dabei. Deutlich gefallen war der Umsatz allerdings zuletzt. Seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr schraubte IBM trotzdem vergangene Woche nach oben. Mindestens 9,70 $ pro Aktie möchte der Konzern jetzt verdienen. Nach 8,89 $ im Vorjahr waren bislang 9,20 anvisiert. Gut 12% mehr Gewinn als ein Jahr zuvor erwirtschaftete IBM von April bis Juni (3,1 Milliarden $).

Quellen: Reuters, DPA, FTD