YouTube-Allianz und geringere Adobe-Umsatzprognose
18. März 2009 – 06:36 UhrOffenkundig wollen der weltgrößte Musikkonzern Universal (mit Stars wie Amy Winehouse und U2) und die führende Videointernetseite YouTube eine Kooperation starten, um eine neue Seite für Musikvideos zu gründen. Insider vermuten, dass beide Unternehmen bereits entsprechende Verhandlungen aufgenommen hätten. Mit eingeschlossen werden sollen in die Kooperation nach Möglichkeit auch die übrigen großen Musikkonzerne wie Warner Music, EMI und Sony Music. Zudem überlegt man, ob man über die neue Musik-Seite, die den bisherigen Codenamen „Vevo“ trägt, nicht auch Merchandising-Artikel und Konzertkarten verkaufen könnte. Aus Branchenkreisen hieß es weiter, dass die Finanzierung und viele andere Details noch ungeklärt seien.
Um mit seinem Online-Videodienst endlich Geld zu verdienen, könnte eine Einigung für YouTube-Besitzer Google ein Meilenstein sein. Zudem könnten durch die Zusammenarbeit die oft angespannten Beziehungen zwischen YouTube und den Medienkonzernen in ruhiges Fahrwasser gebracht werden. Diese monierten nämlich oft die Copyright-Verletzungen auf Googles Videointernetseite.
YouTube war erst kürzlich von Warner Music gezwungen worden, alle Videos von der Seite zu entfernen, in denen Warner-Künstler zu sehen sind. Dieser Streit stehe nun auch noch den Verhandlungen zur Gründung einer gemeinsamen Seite im Weg, so Insider. Nicht zu dem Thema wollte sich die Vivendi-Tochter Universal äußern. „Um Musiker, Musik und ihre Fans zu verbinden, suchen wir immer mit unseren Partnern nach kreativen Möglichkeiten“, erklärte ein Sprecher von YouTube.
Mit ganz anderen Problemen hat hingegen der Softwareanbieter Adobe zu kämpfen: Die Umsatzprognose des Herstellers von Programmen wie Acrobat Reader, Photoshop und Flash musste von 800 Millionen bis 850 Millionen $ auf eine Spanne von 783 Millionen bis 786 Millionen $ reduziert werden.
Quellen: Reuters, FTD















