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Infineon denkt an Dividende

28. Dezember 2009 – 12:30 Uhr
Die Aktionäre des Chipherstellers Infineon dürfen nach der schwierigen Rückkehr in die Gewinnzone erstmals seit 10 Jahren wieder auf eine Dividende hoffen. Finanzchef Marco Schröter erklärt: „Ich kann mir für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr 2009/2010 durchaus eine Ausschüttung vorstellen.“ Beschlossen werden müsste diese dann auf der Hauptversammlung Anfang des Jahres 2001. Auf dem Weg zur Normalität wäre dies für den chronisch klammen Chiphersteller aus München ein weiterer Meilenstein. Dividende konnte der DAX-Konzern außer für das Jahr 2000 (Börsengang) noch niemals zahlen. Dass Infineon keinen gewinnorientiertes Unternehmen sei, darüber beklagten sich bereits mehrfach die Aktionäre. Der Tiefpunkt wurde durch den Rauswurf aus dem Aktienindex DAX und durch die Pleite der Speicherchip-Tochter Qimonda, die einen bis auf 0,35 € abgestürzten Aktienkurs zur Folge hatte, deutlich markiert. Das Comeback in den Leitindex konnte Infineon jedoch wieder nach geglückter Kapitalerhöhung und Refinanzierung im September 2009 feiern. Der Vorstand unterstrich, dass man jetzt das Schlimmste hinter ...

Vivendi im Poker mit NBC

21. Dezember 2009 – 12:29 Uhr
Auf die Spitze treibt Vivendi den Poker um den besten Erlös für seinen Anteil am Fernseh- und Kinokonzern NBC Universal. Vivendis Finanzchef Philippe Marone erklärte, dass die Lage sehr komplex, man aber auch sehr nahe an einer Entscheidung sei. 20% hält der französische Medienkonzern an NBC Universal. Dass man die weit fortgeschrittenen Verkaufsverhandlungen zwischen dem Kabelnetz-Betreiber Comcast und dem NBC-Mutterunternehmen General Electric (GE) platzen lassen kann, in solch einer Position befinden sich die Franzosen. Auf einen Erlösaufschlag spekuliert Vivendi deshalb augenscheinlich. Wenn Comcast NBC übernehmen würde, wäre das in den Vereinigten Staaten der größte Mediendeal seit Jahren, der ein Volumen von rund 30 Milliarden $ hätte. Falls die gemeinsame Bewertung von NBC durch General Electric und Comcast zu Grunde gelegt würde, wäre Vivendis Anteil rund 6 Milliarden $ wert. Capron ergänzt: „Es gibt noch keine endgültige Entscheidung darüber, ob wir unseren Anteil verkaufen wollen.“ Der Vivendi-Manager weiter: „Wir behalten uns vor, ...

Telenor kooperiert mit Huawei, Nokia Siemens will Nortel-Sparte, Verdi bei T-Mobile USA

14. Dezember 2009 – 17:14 Uhr
Auf die neue Kooperation mit Huawei Technologies aus China setzt das Unternehmen Telenor große Hoffnungen. Dass das strategische Bündnis viele Milliarden Dollar schwere Deals nach sich ziehen könnte, gab das norwegische Telekommunikationsunternehmen jetzt bekannt. Bedeuten könnte dies den Durchbruch für die weltweiten Expansionsziele des chinesischen Netzwerk- und Technikausrüsters. Abgewendet hatte sich Telenor im November von seinen traditionellen Ausrüstern Nokia Siemens Networks und Ericsson. Danach beschloss Telenor mit Huawei das Mobilfunknetz der vierten Generation aufzubauen beziehungsweise die bestehende Infrastruktur zu modernisieren. „Es handelt sich um einen Langzeitvertrag über eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren“, erklärt Telenor-Chef Jon Fredrik Baksaas. „In Norwegen werden jedes Jahr rund 10% des Telenor-Umsatzes investiert. Und in die Modernisierung des Netzwerks geht davon ein ordentlicher Prozentsatz. Wir sehen insgesamt in Norwegen jährliche Investitionskosten von rund 357 Millionen € vor. Allerdings könnte sich die Partnerschaft letzten Endes auch außerhalb unseres Heimatmarktes fortsetzen.“ Auf Teile des insolventen Nortel-Konzerns hingegen spekuliert ...

Telekom übernimmt Strato, Liberty sorgt für Spekulationen

7. Dezember 2009 – 16:43 Uhr
Das Webhosting-Unternehmen Strato wird der Firma Freenet von der Deutschen Telekom für 275 Millionen € abgekauft. Für kleinere Unternehmen und Privatkunden baut der DAX-Konzern so seine Angebote aus. In Europa betreibt Strato zwei Rechenzentren. Auf den dortigen Hochleistungsrechnern beziehungsweise Servern laufen unter anderem Online-Shops und Websites von etwa 1,4 Millionen Kunden. Einen Umsatz von knapp 90 Millionen € generierte Strato im Jahr 2008. Bei diesem Abschluss konnte Freenet seine Vorstellungen nicht komplett durchsetzen: gerechnet hatte der Mobilfunkdienstleister nämlich mit einem Preis von mehr als 300 Millionen €. Weil Strato vor allem kleinere Unternehmen und private Nutzer zu seinen Kunden zählt, soll der Webhoster ins zukünftige Deutschland-Geschäft der Telekom integriert werden. Betreut werden Großkunden dann über die Telekom-Sparte T-Systems. Die Konkurrenz zu United Internet wird durch die Übernahme verschärft. Beim Hosting ist das Unternehmen führend in Deutschland, als Wiederverkäufer von schnellen Internetleitungen zählt es aber gleichzeitig auch zu den größten Kunden der ...

Telekom baut Konzern um

30. November 2009 – 16:42 Uhr
Übersprungen hat die Deutsche Telekom die formale Hürde für einen radikalen Umbau im Hinblick auf das Deutschland-Geschäft. Für die Fusion des Festnetz- und Mobilfunkgeschäfts in eine deutsche Gesellschaft votierten die Aktionäre des DAX-Konzerns. 99,95% des vertretenen Aktienkapitals stimmten dabei für den Konzernumbau. Damit Internetfernsehen (IPTV), Internetzugang, Festnetztelefon und Mobilfunk in einem Paket offeriert werden können, schaffte die Telekom so die Voraussetzungen als einer der letzten großen Konzerne der Branche. Für Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Telefónica oder Vodafone bieten solche Pakete Wachstumschancen bezüglich des harten Wettbewerbs und scharfen Preiskampfes. Der DSL-Anbieter Hansenet wird gerade von Telefónica übernommen, das bislang nur mit dem Mobilfunkanbieter O2 in Deutschland aktiv war. Bündel-Angebote offerieren kann Vodafone bereits durch das ehemalige Unternehmen Arcor. Für das Management ist die Stabilisierung des Deutschland-Geschäfts die Hauptaufgabe. Schließlich stellt sich diese Sparte als einer der wichtigsten Wachstumstreiber dar. Problematisch waren vor allem in der Vergangenheit der harte Preiskampf bei DSL-Internetzugängen sowie ...