Ungenügender Schutz im Internet
21. März 2009 – 11:43 UhrImmer noch zu wenig im Internet eingesetzt werden Firewalls, Spamfilter, Virenscanner und andere Schutzmaßnahmen. Deshalb fällt es Online-Kriminellen auch immer leichter an fremden Computern für Schäden zu sorgen. Hartmut Isselhorst vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sagte jetzt, dass die Bedrohungslage dahingehend durchaus als kritisch anzusehen sei.
Egal, ob bei der Buchung des nächsten Urlaubs, beim Shopping oder auf Kommunikationsplattformen wie StudiVZ, Xing oder Myspace – immer mehr Online-Benutzer hinterlassen immer mehr Spuren im Internet. Experten sagen, dass gleichzeitig die Methoden von Kriminellen und Internetbetrügern immer raffinierter werden würden. Isselhorst: „Es kann zwar keinen hundertprozentigen Schutz geben, dennoch ist es wichtiger denn je, die Rechner vor Attacken zu schützen. Leider sind Computer vielfach ungenügend abgesichert. Die Situation hat sich zwar durchaus verbessert, da mittlerweile 92% einen Viren-Scanner benutzen – doch viel zu selten bringen die User ihre verschiedenen Schutzprogramme auf den neuesten Stand. So können sich Angreifer, die rasch Schwachstellen des Systems ausnutzen, einen Vorsprung erarbeiten.
Hinzukommt, dass die Zahl der Viren hoch und außerdem vielfältig ist, so dass die Hersteller von Sicherheitssoftware gar nicht hinterher kommen, diese zu aktualisieren. Außerdem gehen viele Nutzer sorglos mit neuen Internetplattformen um.“ Isselhorst ergänzt, dass viele Daten preisgegeben würden und das Internet nichts vergesse.
Dass nur 81% der Internetuser mit Virenschutzprogrammen surfen, hat jetzt der Branchenverband Bitkom ermittelt. Mit einer Firewall, die den externen Datenverkehr überwacht, arbeiteten nach dieser Studie gerade einmal 55%. Dieter Kempf, Präsidiumsmitglied von Bitkom, hob warnend den Zeigefinger: „Diese Zahlen sind sogar leicht rückläufig.“
Quelle: FTD, Reuters















