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Qualcomm sucht Chip-Partner, Nanya will Preise erhöhen

19. April 2009 – 10:22 Uhr

Über mögliche Beteiligungen und Allianzen mit kleinen und mittleren Technologiefirmen in Südkorea denkt der Handychip-Hersteller Qualcomm nach. Im Rahmen eines staatlichen Investitionsprogramms werde der weltgrößte Hersteller von Handychips zum Oktober dieses Jahres einen Partner in Südkorea auswählen, erklärte das Wirtschaftsministerium des Landes vergangene Woche.

Den Funkstandard CDMA, der seit langem vorherrschender Standard in Südkorea ist, hat Qualcomm entwickelt. Um mit Vertretern der Politik und führenden Technologieunternehmen zusammen zu kommen, reiste der Chef des amerikanischen Konzerns, Paul Jacobs, vor Wochenfrist in das asiatische Land.

Während Qualcomm in Südkorea einen Chip-Partner sucht, erhöht Computerchipproduzent Nanya die Preise. Denn noch in diesem Monat möchte Nanya Technology die Preise für Halbleiter um 10 bis 20% anheben. Dass Nanya mit Großkunden wie Hewlett-Packard und Dell intensive Gespräche über Preiserhöhung führe, erklärte jetzt eine Sprecherin des zweitgrößten taiwanischen Herstellers von Computerspeicherchips.

Damit sie nach Rekorddefiziten im vergangenen Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren, dabei könnten höhere Chip-Preise den Produzenten helfen. Insgesamt mussten Hersteller von Speicherchips in den vergangenen beiden Geschäftsjahren Verluste von insgesamt 12,5 Milliarden $ hinnehmen.

Weiter verschlimmert hat Analysten zufolge die weltweite Rezession das Überangebot in der Branche. Mit dem Ziel, noch in diesem Monat die DRAM-Preise um 10 bis 20% zu erhöhen, darüber soll auch der südkoreanische Halbleiterhersteller Hynix Gespräche führen, wie Insider verraten. Weiter hieß es dahingehend, dass demnach auch Samsung möglicherweise die Preise deutlich anheben werde.

Quelle: FTD