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SAP bietet 64 Millionen für SAF

29. Juli 2009 – 15:35 Uhr

Das Produktangebot für den Handel weitet SAP mit einem Zukauf aus. Für den Spezialanbieter FAS Simulation, Analysis and Forecasting bietet der deutsche Softwarekonzern rund 64 Millionen €. Auf Prognose- und Bestellsoftware für Handelsunternehmen ist das Schweizer Unternehmen spezialisiert. In eigene Produkte baut SAP bereits Teile der Anwendungen ein.

Seit geraumer Zeit setzen die Anbieter von Unternehmenssoftware Hoffnungen in den Handel. Verglichen mit anderen Branchen ist die Durchdringung mit Standardsoftware dort gering. Beispielsweise durch Zukäufe möchten die Anbieter dies gerne ändern.

Seine bisherige Akquisestrategie setzt SAP als Marktführer der Branche fort. Sechs bis 10 Firmen pro Jahr hat das Unternehmen in der Vergangenheit erworben. Kleinere Firmen, deren Technologie SAP in die eigenen Produkte integriert hat, fanden sich fast immer darunter. Die Ausnahme sind große Übernahmen, wie die von Business Objects (4,8 Milliarden €), aber nicht ausgeschlossen. SAP handelt also ganz im Gegensatz zum Konkurrenten Oracle, der durch große Übernahmen seit Jahren den Marktanteil nach oben schraubt.

Den Kurs beibehalten zu wollen, dies unterstreicht der seit kurzem als alleiniger Vorstandssprecher von SAP agierende Léo Apotheker. „Wachsen wird SAP weiter organisch und anorganisch“, so Apotheker. „Bis zu 5 Milliarden € stehen für Zukäufe zur Verfügung.“

Pro Aktie bietet SAP 11,50 € für den börsennotierten Schweizer Spezialisten. Das Angebot haben die beiden Hauptaktionäre der SAF bereits akzeptiert. Rund 38% der Anteile konnte sich SAP damit sichern. Mehr als die Hälfte zu erhalten ist das Ziel SAPs. SAF beschäftigt um die 100 Mitarbeiter und machte im vergangenen Jahr etwa 13 Millionen € Umsatz. Unter anderem gehört die Metro zu den Kunden SAFs.


Quelle: FTD