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SAP will 35%-Marge

2. Juli 2009 – 10:26 Uhr

Zeichen im Konzern setzt SAP-Chef Léo Apotheker. Die mittelfristige Strategie bis 2014 wird von der Konzernspitze in einem internen Dokument dargelegt. Gegenüber 2008 soll so in den kommenden Jahren der Umsatz mit Software und Software betonten Servicefeldern verdoppelt werden. Zudem möchte man die operative Marge auf mindestens 35% erhöhen.

Die Richtung für die kommenden Jahre gibt also Apotheker kurz nach der Einsetzung als alleiniger Vorstandssprecher mit dem vom gesamten Vorstand unterzeichneten Dokument vor. Das Unternehmen verlassen hat – wie geplant – vor rund einem Monat der langjährige Konzernchef Henning Kagermann.

An den mittelfristigen Zielen, weiter zweistellig zu wachsen, habe sich nichts geändert, so ein SAP-Sprecher. Bereits mehrfach in Aussicht gestellt haben zudem Apotheker und Kagermann eine operative Marge von mindestens 35%. In diesem Bereich oder sogar darüber liegen die Margen anderer Softwarekonzerne wie Microsoft oder Oracle.

Stark auf bekannte Konzepte setzt Apotheker, um diese Erwartungen zu erreichen. Das Geschäft mit wiederkehrenden Abo-Gebühren soll ausgebaut und die Abhängigkeit von Lizenzeinnahmen verringert werden. Softwareunternehmen veräußern traditionell für ihre Programme eine Lizenz. Durch eine regelmäßige Wartungsgebühr werden Support und Weiterentwicklungen abgedeckt. Große Erfolge konnten jedoch in den vergangenen Jahren vor allem Neugründungen mit Software feiern, die im Internet vermietet wird. Die Einnahmen aus Software-Abos, Wartung und Lizenzverkäufen fast SAP unter dem Begriff Software und Software bezogene Services zusammen. Der Konzern muss sich darauf einstellen, dass der Trend zu vielen kleineren Aufträgen statt weniger großen Abschlüssen geht.

Außerdem setzt Apotheker auf smarte Akquisitionen und erklärt, dass SAP für Übernahmen bis zu 5 Milliarden € ausgeben könnte.

Quelle: FTD