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Siemens und Fujitsu trennen sich

3. April 2009 – 09:09 Uhr

Als Alternative zu den weltweit dominierenden US-Computerherstellern möchte sich im Servermarkt der japanische Fujitsu-Konzern vermarkten. Kai Flore, Chef von Fujitsu Siemens Computers, sagte, dass man die Alternative zu US-Unternehmen im europäischen Infrastrukturmarkt werden wolle. Seit vergangenen Mittwoch prangt auf den Produkten nur noch das Fujitsu-Logo, die Gesellschaft firmiert künftig als Fujitsu Technology Solutions (FTS). Siemens ist zum 1. April nach 10 Jahren aus dem Gemeinschaftsunternehmen ausgestiegen.

Auf Basis der Intel-Architektur möchte Fujitsu nach der kompletten Übernahme der Deutschland-Tochter den Weltmarktanteil bei Zentralrechnern (Servern) nach oben schrauben. Von 4 auf 7% soll er bis zum Jahr 2010 steigen. Über 10% Marktanteil strebt der Konzern nach der Anzahl der verkauften Systeme für 2012 an. Fujitsu-Konzernchef Kuniaki Nozoe sagte in Tokio: „Nun können wir über Produkte verfügen, die uns zu einem Global Player machen.“

Derzeit sind die drei US-Unternehmen IBM, Dell und Hewlett Packard (HP) führend im Servermarkt mit Intel-Architektur. Drei Viertel des Weltmarkts werden von diesen drei Firmen abgedeckt. „Die deutsche Gesellschaft wird zunächst in einer Umbruchphase mit weniger Beschäftigten und Umsatz neu ausgerichtet werden“, erklärt Flore. Ich erwarte erstmals 2010 wieder steigende Umsätze.“

Seinen 40% Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Hauptwerk in Augsburg für 450 Millionen € zu verkaufen, hatte Siemens im November angekündigt. Fujitsu Siemens musste zuletzt Einbußen beim Umsatz verzeichnen und verlor bei Arbeitsplatzrechnern (PC) Marktanteile, obwohl für das Geschäftsjahr 2007/2008 (Stichtag 31. März) ein Umsatz von 6,6 Milliarden € und 105 Millionen € Vorsteuergewinn sowie etwa 10.000 Beschäftigte ausgewiesen werden konnten.

Quelle: FTD