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STMicroelectronics sieht Trendwende, Kartellärger für Microsoft

14. Juni 2009 – 10:00 Uhr

Deutlich besser abschneiden als andere Halbleiterproduzenten möchte der Konzern STMicroelectronics im Jahr 2009. Firmenchef Carlo Bozotti sagte in einem Interview der französischen Zeitung „Le Figaro“: „Ich hoffe, dass bei uns der Rückgang maximal 15 bis 20% beträgt, wenn laut Analysten 2009 der Markt um 25% schrumpfen sollte.

Auch wenn die Werke nur zu etwas mehr als 50% ausgelastet sind, ist unserer Ansicht nach im ersten Quartal die Talsohle erreicht worden. In Europa und den USA ist eine Stabilisierung zu erkennen, in Asien sind es sogar Zeichen der Besserung.“ Einen Nettoverlust von 541 Millionen $, der sich im Vorjahreszeitraum noch auf 84 Millionen $ belief, hatte STMicroelectronics im ersten Quartal verzeichnen müssen.

Während STMicroelectronics einen Silberstreif am Horizont sieht, wird Microsoft die Kartellprobleme nicht los. Denn rund um das marktbeherrschende PC-Betriebssystem Windows hat die russische Kartellbehörde (FAS) innerhalb einer Woche zwei Untersuchungen ins Leben gerufen. Dass sie unter anderem gegen die PC-Hersteller Dell, HP und Acer ein Verfahren eingeleitet habe, teilte die FAS diese Woche mit. Ein Sprecher von FAS erklärte: „Diese Firmen haben Notebooks nur mit vorinstalliertem Windows-Betriebssystem auf den Markt gebracht, wobei die Käufer die Software auch nicht zurückgeben können. In das Verfahren ist Microsoft involviert.“

Da der Verkauf von XP trotz großer Nachfrage eingestellt wurde, nachdem der Nachfolger Vista verfügbar war, hatte die FAS bereits vergangene Woche eine Untersuchung eingeleitet. Den PC-Herstellern wird von der russischen Kartellbehörden ein abgestimmtes Verhalten vorgeworfen. „Sie haben Windows vorinstalliert und Endkunden haben keine Chance die Modelle ohne Windows zu kaufen oder dessen Nutzung abzulehnen“, so die Behörde.

Quellen: FTD, Reuters